Fotografie · fotografieren lernen

Wie ich das Fotografieren gelernt habe 

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Ich freue mich immer so sehr, wenn ich auf Instagram, Facebook oder Privat auf meine Fotos angesprochen werde und Lob dafür bekomme wie hübsch die aussehen. Klar Luft nach oben ist immer, aber mittlerweile bin auch ich zufrieden mit meinen Fotos. Das war natürlich nicht immer so. Es gab Zeiten, da wollte ich die Kamera am aller liebsten in die nächst beste Ecke pfeffern – und hätte das auch beinahe getan.

Vor gut 1,5 Jahren und zwar im Frühling 2014 fing das Thema Fotografie an mich langsam mehr zu beschäftigen. Ich habe zwar schon immer sehr gern fotografiert und bin auch vielen Freunden damit auf die Nerven gegangen, weil ich immer mit einer Kamera vor ihrem Gesicht rumgefuchtelt habe – aber mit Bildaufbau, der richtigen Belichtung etc. hatte ich mich bis dahin nicht beschäftigt.

hier komme ich
ein späteres Foto als die Kamera und ich schon Freunde waren

Zu dem Zeitpunkt besaß ich die Nikon 1, eine praktische Systemkamera. Ich wollte meine Degus in ihrem Käfig oder auch mal draußen auf unserem Wohnzimmertisch fotografieren. Hübsche Portraits sollten es von meinen Lieblingen werden. Aber fast jedes einzelne Bild wurde verschwommen, da die kleinen Racker natürlich nicht wie Statuen sind. Sie bewegen sich. Mal mehr und mal weniger. Ich war ziemlich enttäuscht, als so viele Fotos nichts geworden sind und fing an im Internet zu recherchieren woran das liegen konnte. War etwa meine Kamera kaputt?

Ziemlich schnell stieß ich immer wieder auf einen Begriff ‚manuelles Fotografieren‘. Ich fing also an mich mit dem Thema zu beschäftigen und ganz schnell rauchte mir der Kopf. Auf jeder Website, jedem Blog und jedem Forum wurde mit
Begriffen um sich geworfen die mir einfach nichts sagten: ISO, Verschlusszeit, Blende… das waren alles Fremdwörter für mich.

mein Finger wärmer

Es dauerte einige Zeit, bis ich mich durch jeden Begriff durchgegoogelt hatte und ganz langsam bekam ich eine grobe Vorstellung davon, was diese Begriffe bedeuteten. Gut immerhin etwas. Jetzt musste ich das gelernte nur noch mit meiner Kamera umsetzen. Das war mit der Systemkamera allerdings leichter gesagt als getan und so war ich mehr als 1 Mal kurz davor ‚diese Sache mit dem Fotografieren‘ wieder bleiben zu lassen. Ich schaffte es zwar Dinge wie ISO und Verschlusszeit einzustellen und trotzdem wurden die Fotos nichts. Zwar wurden meine Degus jetzt scharf, dafür war das Foto aber nun viel zu dunkel. Einfach zum Mäuse Melken. Ich war der Verzweiflung Nahe und mir sicher: Das schaffst du nie!

ein Foto aus meinem ersten Hundeshooting 2014
der Hund einer Freundin (Foto von 2014)

Irgendwie blieb ich trotz der Enttäuschungen und Niederschläge an der Sache dran. Es dauerte einige Wochen bis ich immer sicherer im Umgang mit der manuellen Fotografie wurde. Damals stand bereits der Plan, dass ein Jahr später ein Welpe bei uns einziehen sollte. Natürlich war mir klar, wenn der Welpe da ist wollte ich ganz viele schöne Hundefotos machen. Da kam mir eine Idee: Am besten ich übte das Fotografieren mit Hunden einfach schon mal. Ja das klang nach einem guten Plan. Aber mit welchen Hunden sollte ich üben?

Nicht viele meiner Freunde hatten Hunde. Die die ich jedoch kannte fragte ich, ob ich ihre Hunde fotografieren durfte. Aber die Quelle an Hundemodels war ganz bald ausgeschöpft. Mittlerweile war ich im Umgang mit meiner Kamera sehr sicher geworden und erstellte eine Homepage für meine Fotografie. Dort wollte ich meine Fotos präsentieren. Und dann kam mir der Gedanke über meine Homepage und in Facebookgruppen nach Hundemodels aus der Nähe zu suchen.

Langsam wurden die Fotos immer besser
Langsam wurden die Fotos immer besser

Nicht lange und ich konnte meine ersten Übungsshootings machen. Meine Fotos wurden immer besser und so fing ich an mich mit der Bildbearbeitung näher zu befassen. Für alle meine Fotos nutze ich das Bildbearbeitungsprogramm Lightroom. Dank zahlreicher Youtube Tutorials ist die Handhabung mit diesem Programm wirklich leicht (Allerdings ist es auch nicht ganz günstig).

Irgendwann gerieten meine Kamera und ich an unsere Grenzen und so musste eine neue her. Die Wege der Nikon 1 und meine trennten sich nun also. Im November 2014 kaufte ich mir daher die Spiegelreflexkamera Canon 700D und das Objektiv 50mm 1,8.

Ich merkte selber wie mich diese neue Technik in der Fotografie voranbrachte. Wir zwei machten schnell Fortschritte und damit mir auch bald Bewegungsaufnahmen besser gelingen sollten zog auch noch ein weiteres Objektiv ein. Und zwar das 100mm 2,0 USM. Ich weiß, dass diese ganzen Bezeichnungen vielen von euch jetzt nichts sagen werden. Keine Sorge. Genau so ging es mir anfangs auch. Es waren irgendwelche Zahlen und Buchstaben ohne Bedeutung in meinen Augen. Aber ich möchte euch Mut machen, dass jeder mit etwas Fleiß die Handhabung seiner Kamera erlernen kann. Natürlich bedeutet eine gute Technik und das Verständnis der Begrifflichkeiten noch nicht, dass die Fotos von nun an überragend toll werden. Dazu gehören auch noch das Wissen um die Bildgestaltung, ein gutes Auge und Kreativität.

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Ich möchte allen Fotobegeisterten, Fotoeinsteigern und Fotoliebhabern auf meinem Blog helfen das Fotografieren zu lernen, zu verbessern oder neue Anregungen zu finden. Ich möchte euch hier zukünftig grundlegende Infos und Tipps zum Fotografieren geben. Auch ich entwickle mich jeden Tag in der Fotografie weiter und lerne Neues dazu. Ich habe mich dabei auf das Fotografieren von Tieren spezialisiert. Für mich ist es ein Hobby und mein liebstes Model ist natürlich Bailey. Eine zeitlang habe ich sehr viel andere Hunde fotografiert. Heute fehlt mir dazu leider die Zeit. Auch wenn das Shooting nur ca. 1 Stunde dauert, so nimmt gerade die Bildbearbeitung viel Zeit in Anspruch. Aber Bailey wird dafür natürlich sehr oft von mir fotografiert. Und das mit Herz und Seele.

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28 Kommentare zu „Wie ich das Fotografieren gelernt habe 

  1. Danke für diesen Beitrag! Das motiviert mich echt mega!! Nur hätte ich eine Frage: Was macht man wenn im manuellen modus das Bild zu dunkel wird? :/

    Danke schon jetzt für eine Antwort! Ich wäre echt dankbar wenn du mir weiterhelfen könntest 🙈💕

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  2. Toller Beitrag… ich muss mich auch mal wieder dringend mit der Fotografie beschäftigen, das merke ich dringend seit ich den Blog habe. Ich bin total eingerostet 🙂 dein Artikel gibt Motivation und Mut 🙂 Danke

    Liebe Grüße, auf das wir uns nun öfter lesen; -) Alex

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  3. Bei mir war es genauso. Ich habe angefangen mit einer Canon 1000D und hatte wirklich keine Ahnung vom Fotografieren. Bildaufbau und Motivwahl gelang mir zwar immer sehr gut aber mehr als den Auslöser konnte ich vorher nicht bedienen 🙂 Ich habe mich dann auch langsam an alles herangetastet und mit dem 50mm Objektiv das manuelle fotografieren erlernt. Meiner Meinung nach kann man erst mit einem guten Lichtstarken Objektiv verstehen wie die einzelnen Einstellungen sich auf das Bild auswirken (über mein erstes Bild mit Bokeh hab ich mich gefreut wie Bolle). Fotos sind einfach wunderbar um tolle Momente einzufangen! Ein schöner Bericht! Lieben Gruß beccs

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  4. Wie witzig – nun ahbe ich dich durch deine Renner erkannt 😀
    Du bist Rialla aus dem AP oder?!

    Das 50mm 1.8 soll bei mir auch noch einziehen, wie findest du die Linse?! 🙂 das 100mm 2.0 ist eine richtig tolle Linse, zusammen mit mein 70-210 ist das eine starke Kombi. Wobei ich phasenweise mal mehr mit dem einen und dann mit dem anderen fotografiere.

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

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  5. Toller Blogbeitrag ! Ich muss sagen, ich befinde mich momentan auch in so einer Phase , in der ich am liebsten meine Kamera in die Ecke schmeißen würde und nicht sonderlich motiviert bin Bilder zu machen, da ich mich seit Ewigkeiten kein Stück mehr verbessert habe und immer unzufriedener sowohl mit der Bearbeitung als auch mit den Fotos an sich bin … Werde mir in den nächsten Tagen mal Videos zum Thema Bearbeitung anschauen, wird wahrscheinlich sowieso nicht viel bringen aber was solls !😂 ich habe auch mal überlegt anzufangen die Hunde von Freunden und Bekannten zu fotografieren und auch mal im örtlichen Tierheim zu fragen , um schonmal etwas Erfahrung zu sammeln, aber ich glaube in meinem alter ist es vielleicht doch etwas sehr früh und ich will die Besitzer auch nicht enttäuschen😕😅

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    1. Oh ja, bei mir genau das Selbe 😑 zuerst habe ich ein wenig rumgeknipst. Dann ist meine Spiegelreflexkamera (übrigens auch die Canon es 700d) eingezogen und ich War total motiviert😊 ich hab Bücher gewälzt und alles. Doch dann musste das Gelernte in die Praxis umgesetzt werden…es klappt überhaupt nicht😕 zumindest nicht so dass ich zufrieden bin. Momentan ruht die Kamera sicher eingepackt im Wohnzimmer.. aber irgendwie habe ich durch die Bilder von Bailey wieder Lust bekommen…vllt schnappe ich mir nachher meinen Hund und gehe raus😉☺

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  6. An dieser Stelle muss ich dir auch echt nochmal danken – dank dir habe ich von Anfang an manuell fotografiert, kein einziges mal wurde der Automatikmodus angerührt! Das habe ich eigentlich wenn mans so sieht dir zu verdanken! ❤

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  7. Deine Fotos sind wirklich toll 🙂 ich bin auf deinen Instagram Account gestoßen, als ich nach Tips zum Hunde Fotografieren gesucht habe. Es ist schon mal gut zu wissen, dass du eine Festbrennweite benutzt, aber ich hätte ich da noch eine ganze Menge mehr Fragen (vielleicht kannst du davon ja was in einem weiteren Blogpost auffassen). Vor allem würde mich interessieren mit welcher Blende du fotografierst. So weit offen wie geht? Oder wird es dann bei deinen Objektiven wieder zu unscharf? Einzelbild oder Serienaufnahme? Welche Fokusmethode? Bis zu welcher Belichtungszeit kann man den Hund noch beim Laufen erwischen? Worauf fokussierst du? Machst du das mit der Automatik oder von Hand? Ist der Autofokus von beiden Objektiven schnell? Oder eins besser? Habe bei mir schnell gemerkt, dass ich bewegte Tiere fast nur mit meiner 40 mm Festbrennweite erwische, da bei dem der Fokus schneller ist.
    Was ich auch auch toll finden würde wäre es einmal beispielhaft diese Werte für eins deiner Bilder zu sehen (vielleicht kann man das auch schon irgendwo?).
    Würde mich super freuen, wenn du hier noch mehr zur Fotografie schreibst 🙂
    Im Dezember hab ich auch mal wieder die Chance den Collie meines Freundes vor die Linse zu bekommen.

    Liebe Grüße und weiter so
    Annika

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