Bailey · wie alles begann

Wie alles begann Teil 2

 

Als die Entscheidung auf das kleine schlafende Würmchen namens Bailey fiel, hieß sie übrigens noch gar nichLR (2 von 2)t so. Unsere Züchterin hatte bewusst allen Welpen noch keinen Namen gegeben. Nach 40 Jahren Zuchterfahrung war sie nun bei ihrem x-Wurf angekommen. Die Welpen sollten also alle einen Namen mit x bekommen. Da ihr klar war, dass am Ende wohl sowieso keiner seinen Hund so nennen würde, ließ sie uns frei einen Namen zu überlegen. Bis übermorgen. Übermorgen? Oh weia! Da sollten nämlich die Zuchtpapiere erstellt werden und wenn der Name da erst einmal drin steht, dann steht er da für immer. Klar kann man seinen Hund ja später jederzeit noch umbenennen. Ich meine es ist ja nur ein Stück Papier. Aber schön wäre es natürlich trotzdem irgendwie, wenn der richtige Name dort steht.

 
Wir hatten allerdings keinen Namen für eine Hündin. Gar keinen und auch keine Idee. Wir hatten uns wohl doch zu sehr auf einen Rüden versteift. Nun gut… zwei Tage hatten wir ja Zeit! Also fragte mein Freund im Bekannten und Freundeskreis rum, während ich Google und meine Instagramfollower befragte. Am Ende hatten wir eine Liste mit mehreren Namen und strichen nach und nach die weg die uns weniger gefielen. Und am Ende blieb der wunderschöne Name ‚Bailey‘ übrig. Warum genau wir uns für diesen Namen entschieden weiß ich nicht. Irgendwie passte er zu unserer Kleinen und das Bauchgefühl sagte einfach: ja der ist es.
So kam es, dass unsere kleine Maus also x-Bailey vom Stormarner Land hieß.
 
Da wir nur eine Stunde Autofahrt von unserer Züchterin entfernt wohnten, verabredeten wir, dass wir von jetzt an einfach jedes Wochenende vorbeikommen. Sie sagte zu uns, dass wir nie wieder diese Möglichkeit hätten, unsere Hündin so beim Aufwachsen zu beobachten. Und recht hat sie! Ich war und bin überglücklich, dass wir diese einmalige Chance erhielten.
Aber eine Woche warten? Oh man das ist ja soooo lange.x-Bailey
Aber irgendwann waren die Tage geschafft und wir setzten uns samstags wieder ins Auto. Ich war so aufgeregt. Wie weit mochte die Entwicklung wohl sein? Jetzt sollten die Welpen die Augen bereits auf haben. Hach Mensch… das ist einfach so spannend!
Und als wir endlich ankamen und einen Blick in die Wurfkiste erhaschten, da war ich echt baff. Die Welpen waren ja doppelt so groß geworden! Und sie krabbelten bereits. Laufen konnte man es noch nicht nennen, aber sie robbten sich auf ihrem Lammfell vorwärts. Gott war das süß! Natürlich hatte ich als Hobbyfotografin meine Kamera im Gepäck und unsere Züchterin und ich bauten ein kleines Studio auf. Ein Tisch und eine weiße Decke wurden ins Sonnenlicht gestellt. Dann haben wir die 4 Kleinen LR (1 von 1)-5nacheinander fotografiert. Die einzige, die das Fotografieren echt total doof fand und sich quiekend und maulend immer wegdrehte war Bailey. „Das musst du noch lernen. Wenn du erst einmal bei uns bist, wirst du noch
ganz oft fotografiert“ erklärte ich ihr. Ich fand es irgendwie amüsant, dass genau der Hund, der zu einer wild entschlossenen Hobbyfotografin zieht, der einzige war, der das Fotografieren total doof fand. Aber gut ein bisschen Zeit sich daran zu gewöhnen hatte sie ja noch.
Wir konnten trotzdem ein paar hübsche Fotos machen, die unsere Züchterin auch für ihre Homepage nutzen konnte.
 
Eine Woche später hatten es die Welpen bereits aus ihrer Wurfkiste geschafft, sodass rundherum nun ein GittLR (1 von 1)-14er stand, damit sie noch nicht die ganze Wohnung unsicher machen konnten. Aus der kriechenden Fortbewegung war nun ein richtiges Laufen geworden. Bailey schlief als wir kamen, während die anderen bereits munter umhertapsten. Laut unserer Züchterin hatte Bailey die ganze Zeit vorher gespielt. Natürlich war sie jetzt müde. Als wir eine Weile die anderen drei Welpen beobachtet hatten und auch unsere Finger durchs Gitter steckten, wachte irgendwann unsere kleine Maus auf.
Noch etwas verschlafen torkelte sie über das Zeitungspapier und erleichterte sich erst einmal. „Gutes Mädchen“ d
achte ich mir. Und dann recht plötzlich fingen sie und ihre Schwester an zu spielen. Zumindest versuchten sie es. Die Bewegungen waren noch so unkoordiniert, dass die zwei immer wieder auf ihren Hintern plumpsten. Ich glaube meine Worte können nicht ansatzweise beschreiben wie süß das war! Ich hätte stundenlang dort sitzen und den Kleinen zugucken können. Aber leider ging das nicht.
 
Beim nächsten Besuch LR (1 von 1)-19
war bereits eines der Gitter auf und die kleinen Wusel hopsten alle munter durch die Küche. Alle? Moment da fehlte doch eine! Der ein oder andere traute sich bereits bis in die hinterste und unbekannte Ecke des neuen Zimmers. Nur eine fehlte. Wo war Bailey? Kurz gesucht und dann gefunden! Die Kleine spielte munter mit der ausgelegten Zeitung in ihrer Wurfkiste. Bisher traute sie sich
nicht raus in den unbekannten Bereich. Im Vergleich zu ihren beiden Schwestern und ihrem Bruder war sie auch deutlich kleiner. Da Bailey nicht in die Küche wollte besuchten mein Freund und ich sie in ihrer gewohnten Umgebung. Das Fell war eindeutig gewachsen und auch die Bewegungen waren jetzt schon viel sicherer. Aber auch heute war Bailey ganz schön müde. Sie gähnte immer wieder und schließlich legte sie sich in ihr Bettchen. Mein Freund streichelte die kleine Maus und was tat sie? Sie drehte ich auf den Rücken und ließ sich das Bäuchlein kraulen. Das war das niedlichste was ich bisher gesehen hatte. Ich hätte vor Freude laut quietschen können. Wollte diesen zauberhaften Moment aber nicht zerstören.
Natürlich hätte es mich gefreut, wenn Bailey wie ihre Geschwister bereits wild umhergehoppst wäre, aber unsere Züchterin meinte, dass sie wohl etwas zurückhaltend ist und in der Entwicklung den anderen etwas nachhängt. (Für alle die Bailey heute kennen, die wissen, dass dieses kleine quirlige Hündchen alles andere als zurückhaltend ist. Jeder wird freudig begrüßt und auf jeden anderen Hund zugestürmt. So kann sich das manchmal ändern.)
 LR (1 von 1)-22
LR (1 von 1)-5

 

Natürlich war Bailey bei unserem nächsten Besuch schon deutlich mutiger. Nun tappste auch sie auf den glatten Fliesen sicher durch die Küche. Allerdings hatten wir wiedermal Pech und würden kein aufgeweckten Welpen sehen, denn die kleine Maus hatte vorher tapfer den Wischmob gejagt und war nun stehend k.o.. Es wurde langsam zum ‚running Gag‘ dass wir Bailey immer nur müde erlebten, dabei sollte sie eigentlich total aufgeweckt und verspielt sein. Dafür konnten wir sie bei diesem Besuch ausgiebig knuddeln und sie saß abwechselnd auf meinem Schoß und auf dem von meinem Freund. So entstanden auch endlich die ersten gemeinsamen Fotos. Wahnsinn wie klein sie damals doch war! Dabei kam sie mir bei dem Besuch bereits so unheimlich groß vor.

Das Wochenende darauf war eines der schönsten überhaupt. Ich war total hibbelig als wir hinfuhren. Denn es war der allerletzte Besuch, bevor wir sie am nächsten Wochenende mitnehmen würden. Bei diesem letzten Besuch LR (17 von 46)hatten wir endlich mal gutes Wetter und die Rasselbande durfte den Garten unsicher machen. Wie wild wurde gespielt und Bailey wirkte draußen wie ausgewechselt. Immer wieder kam sie angelaufen und forderte zum Spielen auf. Entweder uns oder einen ihrer Geschwister. Noch immer war sie die Kleinste aus dem Wurf, während ihr Bruder aussah, als wäre er mindestens 2 Wochen älter. Allerdings war Bailey von Gewicht und Größe total in der Norm. Die anderen waren teilweise nur ein wenig zu groß geraten. Ich konnte es kaum noch erwarten Bailey mit nach Hause zu nehmen und mit ihr bei uns im eigenen Garten zu spielen. Mittlerweile war zu Hause wirklich alles bis ins letzte Detail vorbereitet. Theoretisch hätte sie einziehen können. Aber mit 7,5 Wochen war sie natürlich noch zu jung und so mussten wir uns noch eine Woche gedulden. Aber am kommenden Samstag da sollte es soweit sein. Dann endlich hatte das Warten ein Ende und wir würden unsere kleine Hündin mit nach Hause nehmen.

Als wir dieses letzte Mal ohne Hund nach Hause fuhren saß ich mit einem breiten Grinsen im Auto. 6 Tage noch. Dann war es soweit.

Bailey wird bei uns einziehen!

LR (1 von 1)

10 Kommentare zu „Wie alles begann Teil 2

  1. Hi Jasmin,
    ich habe deinen Blog gestern durch Zufall gefunden und finde toll, wie du hier über Bailey schreibst. Ich bin selber großer Hundefan und muss die Zeit, bis ich irgendwann einen eigenen haben kann, noch überbrücken. Ich bin gerade am Ende meines Studiums und weiß noch gar nicht, wie sich ein Vierbeiner mit meiner künftigen beruflichen Situation verträgt. Also lese ich ganz viel und versuche auch über Blogs wie deinen ein bisschen am Leben mit Hund teilzuhaben 🙂 Bailey ist auf jeden Fall eine echte Schönheit, ich bin sonst eher Großhundefan, aber die Kleine hat es mir auch schon angetan (hab auf Instagram auch schon ein bisschen Fotos geguckt^^). Und es ist echt spannend, hier über eure ersten gemeinsamen Schritte zu lesen. Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt 🙂
    Viele Grüße,
    Annie

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    1. Das mit Beruf und Hund ist tatsächlich immer so eine Sache. Entweder man kann den Hund mit zur Arbeit nehmen oder ist auf die Unterstützung anderer angewiesen.
      Ich liebe auch große Hunde. Allerdings ist so ein mittelgroßer Hund wirklich praktisch. Bailey kann nun wirklich überall mit hin 🙂 sie war auch schon mit uns Kanu fahren.
      Und Wohnung, Garten und Auto wären für einen großen Hund eindeutig zu klein.

      Lg

      Jasmin

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  2. Och Gottl neee! Soooo süß ♡ Ich freu mich auch schon irgendwann auf den ersten eigenen Welpen. Hunde ausm Tierschutz sind zwar auch nicht schlecht, aber es ist halt nicht das selbe wie wenn man den Wauz von klein an aufzieht und formt.

    Liebe Grüße
    Francis & Ilari 🙂

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  3. Ich liebe es diese Geschichten zu lesen!!! Ich folge dir bereits auf Instagram und nun auch hier. Du kannst einfach tolle Texte schreiben! Ich freue mich jedes mal aufs neue wenn du ein neues Bild gepostet hast den mir gefällt Bailey und die wunderschönen Kulissen wo sie fotografiert wird! Mach weiter so!!!
    Liebe Grüße An Dich,deinen Freund und natürlich Bailey!!! 😍❤👍

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