Fotografie · Hundefotografie · Tipps und Tricks

Die Hundefotografie – Tipps und Tricks Teil 1

Parson Jack Russel Terrier

 

Ab heute starte ich eine neue Beitragsreihe in der es ausschließlich um die Hundefotografie geht. Ich möchte euch in dieser Reihe mit jedem Beitrag jeweils drei Tipps und Tricks rund um das Thema Hundefotografie geben.

Es soll weder um die Kameratechnik gehen, noch um spezielle Einstellungen beim Fotografieren in bestimmten Situationen. Dafür gibt es zum Beispiel den Beitrag: wie fotografiere ich manuell.

Ich möchte euch hier ganz einfache und grundlegende Tipps geben, wenn ihr einen Hund fotografieren möchtet. Also auch Dinge die man durchaus beachten kann, wenn man Fotos ’nur‘ mit dem Handy macht.

Und nun genug der einleitenden Worte. Los geht es direkt mit den ersten drei Tipps und Tricks:

 

Tipp 1: auf Augenhöhe fotografieren

Man sollte Hunde möglichst immer (außer es ist in der Bildwirkung absichtlich so gewollt) auf Augenhöhe fotografieren. Das klingt jetzt total banal – ich weiß. Aber die Bildwirkung ist eine absolut andere, als wenn man den Hund nur von oben ‚knipst‘. Und ich fand es am Anfang schwieriger als es sich anhört.

 

Yorki Terrier auf der Wiese

Als ich vor über einem Jahr mit der Fotografie angefangen habe , war diese Regel das erste was ich beim Fotografieren von Hunden gelernt habe. Denn in jedem Tierfotografieforum wurde bei meinen Fotos kritisiert: Du musst mehr auf Augenhöhe fotografieren!

Wie oft habe ich den Satz bloß gehört. Und ja natürlich hatten alle recht. Aber mir fiel das anfangs wirklich schwer! Irgendwie habe ich dazu geneigt – obwohl ich es besser wusste – Hunde zu weit von oben zu fotografieren. Irgendwann habe ich mir deshalb angewöhnt, mich einfach immer auf den Bauch zu legen – außer der Hund ist wirklich recht groß . Übrigens ein super Rückentraining, wenn man auf dem Bauch liegt und den Oberkörper hochstreckt, um Fotos zu machen ;). Ach und die Waschmaschine freut sich auch. Aber versucht es einfach mal. Legt euch hin und fotografiert den Hund aus dieser Perspektive.

 

Tipp 2: Störende Bildfaktoren entfernen 

Das ist etwas, dass man in seiner Hektik gerne mal vergisst . Jetzt liegt man schon auf dem Bauch, es ist abends, das Licht ist wunderschön und das Foto könnte perfekt sein!

Wäre da nicht der Grashalm direkt vor dem Auge des Hundes… Oh und den Jogger im Hintergrund den habe ich auch ganz übersehen. Und das Haus das aussieht als würde es dem Hund aus dem Kopf wachsen ist jetzt auch nicht der Bringer.

 

Mops auf Blumenwiese

Mit der Zeit entwickelt man allerdings ein Auge für Dinge die im Bild stören könnten und man fängt an noch vor dem Fotografieren darauf zu achten. Ich für meinen Teil zupfe auch schonmal hier und da Grashalme aus und wenn mein Model in Position ist gucke ich durch die Kamera, mache ein Testfoto und schaue ob noch etwas anderes stört. Oft ist es dann auch leichter sich selbst zu bewegen statt den Hund neu hinzusetzen. Ein kleines aufrutschen nach links oder rechts tut es da manchmal schon.
Was ich persönlich auch sehr wichtig finde auf Fotos:

Halsbänder und Geschirr ab!
Natürlich ist es bequemer es dran zu lassen und ich dachte mir früher auch immer: ach so viel Unterschied macht das nicht. Bis jemand damals bei einem von mir gemachten Foto mit der Bildbearbeitung das Halsband wegretuschiert hat. Da musste ich einfach eingestehen, dass das mein Foto wahnsinnig aufgewertet hat! Der Hund kam einfach viel mehr zur Geltung. Denn so wird der Blick des Betrachters nicht abgelenkt.

 

Versucht mal das ein oder andere Foto mit und ohne Halsband zu machen. Vielleicht ist es auch Geschmacksache. Ich mag es auf jedenfall ohne definitiv lieber.

 

Tipp 3: Blickrichtung beachten



Ein Bild sollte möglichst so vom Bildaufbau gestaltet sein, dass es harmonisch wirkt. Was meine ich damit jetzt? Bevor ich mich mit der Fotografie beschäftigt habe, habe ich manchmal Fotos gemacht, mir die dann angesehen und festgestellt: irgendetwas stört mich. Ich konnte aber oft nicht sagen, was es war. Heute weiß ich, was mich damals gestört hat. In den meisten Fällen war es der Bildaufbau. Als goldene Regel könnt ihr euch merken, dass man bei seinen Fotos immer darauf achten sollte in welche Richtung der Hund guckt. (Das gilt im übrigen auch für die Menschenfotografie). In die Richtung in die euer Model guckt solltet ihr mehr Platz lassen.

 

Mischlinngshund

Und warum wirkt das nun harmonischer?

Es ist ganz natürlich, dass jemand der sich euer Foto anguckt automatisch dem Blick des Models folgt. Der Betrachter des Fotos möchte wissen, wohin der Blick des Models geht. Wenn man dann direkt gegen den Bildrand guckt hinterlässt das ein komisches Gefühl ohne, dass man direkt sagen kann warum das so ist. Kann hingegen derjenige der das Foto anschaut aber ein wenig dem Blick des Models folgen, findet er das Foto automatisch harmonisch und somit schöner. Versucht es mal. Schaut euer Model nach rechts? Dann lasst rechts mehr Platz im Bild. Schaut der Hund gerade aus in die Kamera, dann sollte er genau in der Mitte des Bildes sein. Und was ist, wenn der Hund nach oben guckt? Genau ihr wisst es schon – oben mehr Platz lassen und der Hund sollte unten im Foto sitzen.

 

Sheltiehündin Bailey im Wald

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei der Umsetzung der Tipps!

34 Kommentare zu „Die Hundefotografie – Tipps und Tricks Teil 1

  1. Gute Tipps und gib zu, du hast dich nur für einen Sheltie entschieden, weil der so schönes langes Fell hat und man das Halsband eh nicht sieht, du es also auch nicht abnehmen musst *hihi* 😉 Nein im Ernst, ich finde Fotos ohne Halsband auch meistens schöner, bin aber oft zu faul es abzunehmen *hust* Und sobald es nicht mehr matschig draußen ist, fange ich auch mal an mich auf den Bauch zu legen ^^

    Liebste Grüße

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    1. Hihi weißt du wie ich das ‚Problem‘ löse? 🙂 wenn ich weiß wir machen Fotos kriegt Bailey die Retrieverleine um und so läuft sie immer ’nackig‘ rum 😄. Aber ein Halsband würde man mittlerweile auch nicht mehr bei ihr sehen.
      LG

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    2. Hey, ein super Eintrag mit vielen guten Tipps! -Die ich auf jeden Fall anwenden werde 🙂 Und ja ich leg mich jetzt auch nicht unbedingt gerne auf den Bauch beim fotografieren, deswegen knie ich mich meistens hin halt die Kamera in Bodennähe und klapp das Display zu mir, sodass ich trotzdem gut erkennen kann, was ich fotografiere 😉

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  2. Wieder ein toller Beitrag 🙂 Aus diesem Grund trägt meine Hündin ein Zugstopphalsband, das ist schnell aus- & wieder angezogen oder sie läuft ganz nackig 🙂 Zum fotografieren habe ich eine faltbare Iso-Matte oder im Winter hatte ich eine Windschutzfolie für´s Auto, der Vorteil mit dieser war das ich damit im Schnee mich gut in die Richtige Position „rutschen“ konnte :). Ich fotografiere zu 98% auf dem Bauch-gutes Muskeltraining,vorallem wenn man alleine unterwegs ist – Hund positionieren, zur Matte gehn, legen, Foto machen, Hund lösen ,wieder aufstehen neue Position etc…gutes Training 🙂 Wir freuen uns schon auf den nächsten Beitrag.

    LG Nadine

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    1. Hi Nadine, Bailey hat auch immer ihre Retrieverleine um, also läuft sie quasi auch nackig durch die Gegend 😄. Das mit der Matte habe ich auch mal versucht. Am Ende war ich zu faul sie immer zurecht zu rücken. Aber ich habe einen alten Mantel der für Winter super ist und den ziehe ich dann immer an. So richtig sauber geht der schon gar nicht mehr 😅

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  3. Sehr gut geschriebener Beitrag mit 3 tollen Tipps! Freue mich auf die nächsten Teile.
    Oft vergesse ich das Halsband für ein Foto abzumachen, im nachhinein ärgere ich mich sehr darüber. Dann hat der Hund nur keine Lust mehr es zu wiederholen. 😀

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  4. Sehr schöne Tipps! Den ersten wusste ich schon, jedoch ist mir das mit dem Blick und der Positionierung gerade erst nochmal richtig klar geworden, und auch anhand der Bilder, die ich bisher von meinen Hunden gemacht habe, kann ich deutlich meine Fehler erkennen.
    Der Beitrag hat mir auf jeden fall gut geholfen, ich freue mich schon auf den nächsten. 🙂

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  5. Wirklich gute Tipps – mal sehen, ob ich davon etwas umsetzen kann 🙂 Wobei ich zugeben muss, da ich meistens alleine mit zwei Hunden unterwegs bin und das auch oft in Naturschutzgebieten mit Leinenpflicht – da ist mit hinlegen und Grasstengel zupfen nicht viel drin … ich bin meistens froh, wenn ich die Hunde nicht verwackelt auf einem Bild habe!
    Aber irgendwann – da werde ich es auch mal etwas „besser“ versuchen!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  6. Super Tipps! Werde versuchen sie in nächster Zeit umzusetzen. Ich hätte eine kleine Bitte, könntest du einmal erklären, wie du z. B. Hundekekspackungen fotografierst. Bei mir klappt das einfach nicht.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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      1. Nein, mich interessiert einfach, wie ich die Packung am besten in Szene setzte. Eher von der Seite fotografieren oder direkt von vorne …

        Welche Deko legst du noch dazu?

        Liebe Grüße
        Sonja und Charly

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  7. Hallo! Ein sehr schöner Artikel, da folge ich direkt mal dem Blog. In der Hoffnung, dass einer der folgenden Tipps erklärt, wie man laufende Hunde am Besten fokussiert! 🙂 mein kleiner Wirbelwind ist nämlich nicht so der Fan vom still sitzen….

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  8. Viele von den Tipps machen wir auch so 🙂 was Halsband und Geschirr angeht, will ich sie häufig im Bild drin haben, sonst nehme ich einfach eine Retrieverleine mit. Aber wenn wir schon schöne Halsbänder haben, dann sollen sie auch auf den Fotos zu sehen sein 😉 und außerdem bringt es Abwechslung rein.

    Liebste Grüße!

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  9. Wirklich tolle Tipps. Besonders das mit dem Plstz freilassen fand ich sehr interessant. Habe daraufhin sofort nachgeschaut wie das bei meinen Bildern ist und konnte glücklich feststellen, dass ich das schon immer so gemacht hatte. 😃 Deine Bilder von Bailey sind wirklich traumhaft. 😍

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