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[Gastbeitrag] – Wie ist es einen erwachsenen Hund zu adoptieren?

Wir haben sehr lange überlegt, ob wir einen Welpen in unsere kleine Familie aufnehmen oder ob es ein erwachsener Hund sein soll. Als Ersthundebesitzer ist alles neu und man möchte möglichst nichts falsch machen und deshalb ist es umso wichtiger, sich einige Überlegungen vor dem Hundekauf zu machen.

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung ganz bewusst für einen Welpen entschieden. Und so zog im Mai 2015 Bailey bei uns ein.

 

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Leider kann ich euch hier auf meinem Blog deshalb gar nichts darüber erzählen, wie es ist einen erwachsenen Hund zu sich zu holen.

Zum Glück kenne ich aber jemanden, der genau diese Erfahrung gemacht hat. Die liebe Kiki vom Blog Coach dich Wuff  hat vor knapp 4 Jahren den Schritt gewagt und die süße Labradorhündin Nala bei sich aufgenommen. Auf ihrem Blog berichtet sie von ihrem Leben mit Nala und gibt unter anderem wertvolle Tipps zum Thema „Fit mit Hund“.

Ich liebe ihre Artikel und habe schon so einiges gelernt. Aber heute soll es nicht darum gehen wie Hund und Halter sportlich durch den Alltag kommen. Heute geht es um die Anfänge von Kiki und Nala. Es geht darum wie es ist einen erwachsenen Hund zu sich zu holen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen


Über die Adoption eines erwachsenen Hundes

Als wir uns vor fast vier Jahren dazu entschieden, einen Hund in unser Leben zu lassen, stellten sich uns viele Fragen. Welche Rasse sollte es sein? Welche Charaktereigenschaften sollte er besitzen? Ist ein Rüde oder eine Hündin besser für uns geeignet? Und es stellte sich eben auch die Frage nach dem Alter: Welpe, Junghund, Erwachsener oder Senior?

 

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Kiki und Nala

 

Jasmin hat sich damals ebenfalls sehr umfangreich informiert und sich diese Fragen gestellt. Heute können wir kaum genug von der kleinen Bailey bekommen 🙂 . Konnten ihr vom Welpenalter an beim Heranwachsen zusehen und mitverfolgen, wie sie sich mittlerweile zu einer hübschen, jungen Dame entwickelt hat. Wir durften sie und Jasmin auf ihrem Weg dorthin im Alltag begleiten und haben die Möglichkeit bekommen, an Tipps und Erfahrungsberichten rund um die Aufzucht eines Welpen und Junghundes mitzuwachsen.

 

Warum die Entscheidung auf einen erwachsenen Hund fiel


Ich muss zugeben: der Gedanke einen Welpen zu adoptieren war damals schon ziemlich verlockend! Wem geht nicht das Herz auf, wenn ein Welpe so tapsig und unbeholfen auf einen zuläuft, der typische Welpengeruch und natürlich auch die Möglichkeit, den Hund von Beginn an nach seinen Vorstellungen zu erziehen. Ich bin ehrlich: hätten es die Umstände damals zugelassen, dann wäre wahrscheinlich ein Welpe und kein erwachsener Hund bei uns eingezogen. Als damals angehende Hundepsychologin hatte ich andererseits aber auch den Anspruch an mich, einen bereits „unerzogenen“ Hund umzuformen, von ihm zu lernen und an ihm zu wachsen und auch den Wunsch, einen Hund zu retten und ihm ein besseres Leben zu bieten.

 

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„Problemhunde“


Damit möchte ich nicht sagen, dass nur Hunde aus schlechter Haltung abgegeben werden. Doch leider liegt oftmals der Grund für eine Abgabe des Tieres in der Überforderung des Halters. Dies bedeutet wiederum, dass der Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht artgerecht ausgelastet ist und folglich zu unerwünschten Verhaltensauffälligkeiten neigt, um seine überschüssige Energie auf irgendeine Art und Weise abzubauen. Solche Hunde werden häufig als „Problemhunde“ bezeichnet.
Bei der Adoption eines fremden, schon erwachsenen Hundes, sollte man sich auf solche „Probleme“ einstellen. Ich setze dieses Wort ganz bewusst in Anführungszeichen, da unerwünschtes Verhalten allgemein als Problem dargestellt wird, es tatsächlich aber oftmals so ist, dass diese „Probleme“ bei artgerechter Haltung und Auslastung des Hundes von selbst verschwinden.

 

Mein „Problemhund“


Im ersten Moment mag es vielleicht danach aussehen, dass der Hund ein Problemhund ist.
Als wir unsere Labradorhündin Nala damals zum ersten Mal sahen, war sie eine komplette Katastrophe! Sie schoss in atemberaubender Geschwindigkeit auf uns zu, sprang uns an, bellte, umkreiste uns, legte direkt im Wohnzimmer nur einen Meter von uns entfernt einen dicken Haufen und als wir mit ihr nach draußen gingen zog sie so wild an der Leine, dass sie würgen musste, verschreckte mit ihrem lauten Bellen andere Hunde und Spaziergänger. Plus: sie hatte tiefe, offene Wunden an allen vier Pfoten. Später haben wir erfahren, dass sie sich im Garten versucht hat unter den Zäunen einen Weg nach draußen zu erbuddeln. Zudem war sie auch noch sehr übergewichtig.
Sieht das alles nach Problemhund aus? Ja! Ganz klar! Doch schon ein paar Tage später, kurz nachdem wir Nala adoptiert und mit zu uns genommen hatten, war sie viel ruhiger, bellte kaum noch. Denn wir haben sie ausgelastet, ihr viel Bewegung und Beschäftigung aber auch Ruhe geboten. Das einzige richtige Problem bestand in der Leinenführigkeit und das konnte man mit konsequentem Training angehen.

 

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Auslastung mit viel Bewegung und Beschäftigung

 

 

Schattenseiten


Ihr seht schon: die Adoption eines erwachsenen Hundes kann viel Arbeit und Nerven kosten, und emotionale und körperliche Belastungen mit sich bringen. Man muss damit klarkommen, nicht zu wissen, was dem Hund früher widerfahren ist. Welche positiven oder negativen Erfahrungen er bereits verknüpft hat. Ob die Zeit der sensiblen Phase zur Sozialisierung genutzt wurde. War dies nicht der Fall, hat man es unter Umständen schwerer, den Hund auf andere Hunde (und evtl. Menschen) zu sozialisieren. Die in diesem Alter gesammelten Erfahrungen sind prägend für das weitere Leben. Zwar ist es nicht unmöglich den Hund neu zu sozialsieren – wir haben das mit Nala auch geschafft – aber es erfordert einiges an Arbeit und Durchhaltevermögen. Oder ob er vielleicht sogar misshandelt wurde. Das sind schlimme Gedanken, die in einem brennen wie Feuer. Mir dreht sich jetzt noch der Magen um, wenn ich daran denke, dass mein Hund früher geschlagen wurde, den ganzen Tag in einem Käfig eingesperrt war und ihr einziger Zweck es war, als Gebärmaschine zu fungieren.

 

Sonnenseiten

Das ist schrecklich und traurig, ABER es ist auch ein wunderschönes Gefühl sie nun glücklich und gesund zu wissen. Es ist unbezahlbar zu sehen, wie solche Hunde sich zum Positiven entwickeln. Den Wunsch nach einem Welpen kann ich natürlich sehr gut nachvollziehen. Man kann sie von Anfang an formen, weiß sie in Sicherheit, kann sie nach seinen eigenen Vorstellungen erziehen und sozialisieren. Viele trauen sich daher als Änfängerhund keinen „Second-Hand-Hund“ zu, da sie eben nicht wissen, wie sie Problemverhalten handhaben sollen. Diese Angst verstehe ich. Etwas Angst hatte ich damals auch, denn auch Nala ist mein erster eigener Hund.
Vielleicht muss man sich nicht sofort den aggressivsten, größten Hund zumuten. Aber auch Hundeanfänger können es durchaus mit etwas fachlichem Vorwissen schaffen, einen erwachsenen Hund zu adoptieren! Und dafür muss man kein Hundepsychologe sein 🙂 .
Denn neben all den Problemen, die ich bereits angesprochen habe, bringen erwachsene Hunde trotzalledem einiges an Vorteilen mit! Im Regelfall sind sie stubenrein, was schon mal eine Menge an Arbeit spart! Ich denke, da spreche ich im Sinne aller Welpenhalter, wenn ich behaupte, dass dies einer der anstrengenderen Parts ist 😉 . Außerdem sind ältere Hunde meistens etwas ruhiger, nicht mehr so aufgedreht und übereifrig beim Spielen; generell ist der Aktivitätenlevel eher geringer als bei jüngeren Hunden.
Der für mich wichtigste und bedeutenste Punkt ist aber die Dankbarkeit des Hundes. Hunde haben eine hohe Sozialkompetenz und ich bin mir sicher, dass sie so etwas in der Art wie Dankbarkeit empfinden können. Als Nala damals ohne zu Zögern in unser Auto gesprungen ist, ohne sich von ihren Vorbesitzern zu verabschieden, da hatte ich das Gefühl, als würde sie zu uns sagen: „Danke! Endlich kann ich hier weg!“

 

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Zuneigung und Dankbarkeit

 

Fazit


Letztendlich gibt es unheimlich viele Faktoren, die bei der Adoption eines Hundes – egal ob Welpe oder ausgewachsener Hund – zu beachten und für die persönliche Entscheidung ausschlaggebend sind. Es ist wunderschön einen Welpen in sein Leben zu lassen und ihn von Beginn an behütend aufwachsen zu sehen. Es ist aber auch ein unbeschreiblich gutes Gefühl, einen Hund vor dem Tierheim bewahrt und ihm ein besseres Leben ermöglicht zu haben. Denn egal wie alt der Hund ist, welche Rasse, welches Geschlecht und welche Charaktereigenschaften, Macken oder vermeintlichen „Probleme“ er haben mag: jeder Hund hat das Recht auf ein glückliches und erfülltes Leben! 🙂

 

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Ein glücklicher und zufriedener Hund

 

20 Kommentare zu „[Gastbeitrag] – Wie ist es einen erwachsenen Hund zu adoptieren?

  1. Im Großen und Ganzen gebe ich Dir ja Recht, aber

    gibt es nicht auch genug Leute, die aus ihrem Welpen alles andere als einen Hund ohne „Probleme“ gemacht haben. Denn so ein Welpe garantiert erst mal gar nichts, außer, dass er klein ist und wenn man Glück hat, aus einer guten Zuchtstätte kommt. Man kann natürlich auch einfach einen Hund (so wie Linda und einige andere, die ich kenne) aus dem Tierschutz adoptieren und sich wundern, warum so ein Traumhund überhaupt dort gelandet ist. Und da geht es schon los, man weiß es oftmals nicht und nicht jeder Hund von dort hat automatisch vorher ein schlechteres Leben geführt. Außerdem waren das ja alles mal Welpen. Ich finde so eine Denkweise irgendwie anmaßend…

    Ich persönlich wollte keinen Hund „retten“, ich wollte einen Hund, der mit seinem Charakter zu mir passt. Aber während ich jetzt einfach hingehen und mir einen aussuchen kann, musste Hundi mit dem Vorlieb nehmen, was ich ihr zu bieten hatte und habe. Wahrscheinlich hätte sie es schlechter treffen können, aber es gäbe vielleicht auch Optionen, die sie glücklicher machen würden. Was genaues weiß man nicht…

    Womit wir beim Thema Dankbarkeit wären. Für mich in diesem Zusammenhang ein denkbar schlecht gewählter Begriff (was nicht heißen soll, dass Hunde vielleicht nicht so etwas wie Dankbarkeit empfinden können – ich weiß es nicht). Ich würde gerade in solchen Fällen eher von „der Hund fühlt sich wohl“ „der Hund kommt mit der neuen Situation zurecht“ etc. sprechen, denn auch hier habe ich schon von vielen Fällen gehört, da ging der Tierschutzhund prompt zurück in den Tierschutz, weil sich die von Dir beschriebene „Dankbarkeit“ so gar nicht bei dem Tierchen zeigen wollte.

    Aber das ist meine Meinung. Auf jeden Fall würde ich jederzeit wieder einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz adoptieren.

    LG Andrea mit Linda

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    1. Liebe Andrea,

      du hast Recht. Ein Welpe garantiert noch längst keine problemlose Aufzucht. Ich sage ja auch man bekommt „die Möglichkeit, den Hund von Beginn an nach seinen Vorstellungen zu erziehen“. In diesem Beitrag geht es aber um den Vergleich zur Adoption eines bestimmten Welpen, und zwar zu Bailey, bei der wir mit Sicherheit sagen können, dass aus ihr kein Problemhund geworden ist.

      Dass jeder Hund, der abgegeben werden soll, vorher ein schlechtes Leben geführt hat, behaupte ich auch nicht. Meiner wurde es aber und darauf beziehe ich mich in diesem Artikel.

      Natürlich ist es sehr wichtig, dass der Charakter des Hundes zu einem passt, so wie ich es auch in der Einleitung beschrieben habe. Auf dieses Thema bin ich bewusst nicht weiter eingegangen, da es einfach den Umfang des Beitrages gesprängt hätte.

      Für mich bedeutet “der Hund fühlt sich wohl” etwas anderes als „Dankbarkeit“. Ich spreche hier von meinen Erfahrungen und Empfindungen und hoffe, du kannst verstehen, dass ich hier lediglich aus meiner Sicht heraus und nicht aus wissenschaftlichen Fakten heraus erzähle. Zu diesem Thema hat sicherlich jeder Hundehalter unterschiedliche Erfahrungen gesammelt und eine andere Meinung. Wenn dies bei dir der Fall ist, dann würde ich mich über einen Artikel darüber aus deiner Sicht freuen. Allerdings hoffe ich, du respektierst meine Meinung. Denn es geht hier lediglich um die Erfahrungen, die ich zu diesem Thema sammeln durfte und nicht um richtig oder falsch.

      Ich finde es super, dass du einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert hast! Und auch wenn deiner Meinung nach „Dankbarkeit“ ein aus Hundesicht unglücklich gewählter Begriff ist, so empfinde ich zumindest als Mensch Dankbarkeit für diese gute Tat.

      Liebe Grüße,
      Kiki

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      1. Liebe Kiki,

        ich persönlich habe nichts gegen einen Austausch vielfältiger Meinungen. Leider ist das in der Blogwelt irgendwie verpönt, zumindest sind meine Meinungen nicht sehr gefragt… lach

        Ich habe tatsächlich zu einem früheren Zeitpunkt Gastartikel zum Thema Tierschutzhunde aus dem Ausland verfasst. Leider ist einer wegen Blogumzug verloren gegangen, aber diesen hier konnte ich auf die Schnelle noch finden:

        http://about-tibetan-terrier.blogspot.de/2013/06/ganz-global.html#comment-form

        Natürlich kann man immer nur seine eigene Meinung und Erfahrungen weitergeben, etwas anderes tue ich auch nicht, aber ich finde eine kritische Auseinandersetzung mit gewissen Themen einfach wünschenswert und wichtig.

        LG Andrea

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      2. Danke für den Link! den Beitrag werde ich mir gerne mal durchlesen 🙂

        Klar, ein Austausch ist meiner Meinung nach schon gewünscht. Und ich finde Kritik auch in Ordnung, sogar wichtig! Jedem steht seine eigene Meinung zu und darf sie auch gerne äußern. Die Denkweise eines anderen Autors aber als „anmaßend“ zu bezeichnen, finde ich schon etwas unhöflich.

        Solange dieser Austausch also in einem angemessenen und höflichen Rahmen stattfindet, bin ich gerne, und (ich will jetzt nicht für sie sprechen aber ich vermute) ist Jasmin auch, für alles offen 🙂

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  2. Schöner Beitrag ☺️ Wir haben ja auch zwei Hunde „gebraucht“ bekommen.
    Die eine Hündin, die unsere Welpen bekommen hat, war auch erst problematisch. Extrem mannscharf, unverträglich mit anderen Hunden und biss fremde Leute.
    Auf der anderen seite ist sie uns gegenüber, auch kleinen Kindern und sogar Babys ein Schatz. Die Kinder könnten ihr die Beine abreißen und sie würde nichts dagegen machen. Das ist echt super! Wir haben sie mit 9 Monaten aus einer reinen Zwingerhaltung bekommen. Der Besitzer / Züchter hatte einen schweren Unfall und die polnischen Gastarbeiter haben den Hund gefüttert aber mehr hat sie in den lebensmonaten nicht gesehen 😦
    Unseren Tux haben wir mit 3 Jahren bekommen. Aus einer Meute mit 14 anderen Hunden. Die haben ihn immer gebissen … Wir sind bereits sein dritter Besitzer und bei uns hat er ein tolles Zuhause gefunden. Sein 1. Besitzer hat ihn gut erzogen, bei Fuß gehen, ist super abrufbar aber hatte leider kein Geld mehr um sich um ihn zu kümmern :/
    Beide Hunde haben wir übrigens geschenkt bekommen- mit FCI Papieren 😉 zwei echte Glücksfälle!

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    1. Das sind ja zwei wirklich ganz verschiedene aber auch herzzerreißende Lebensgeschichten. Ich finde es total schön, wenn man die Möglichkeit hat einem solchen Hund ein schönes zu Hause zu bieten.

      Lg
      Jasmin

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    2. Solche Geschichten sind wirklich herzzerreißend, in zweifacher Hinsicht: die beiden hatten zwar eine unschöne Vergangenheit, dafür haben sie aber jetzt ein wunderbares Leben! 🙂 Man muss sich immer vor Augen halten, dass Hunde im Hier und Jetzt leben und nicht zurück denken und sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Das ist eine menschliche Eigenschaft und wir als Hundehalter tendieren alle sehr dazu uns mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen 😉
      Es ist wunderschön zu lesen, dass ihr den beiden Hunden ein schönes Zuhause bieten könnt! Die Krönung sind ja noch die Welpen! Die schaue ich mir auf eurer Seite gleich auf jeden Fall mal an 😉

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  3. Das ist ein toller Beitrag und spricht mir direkt aus der Seele. Da unser Jack ja auch schon 3 Jahre alt war, wie er zu uns kam, und einige „Probleme“ hatte kann ich gut nachvollziehen was Nala für Aufgaben an ihre neuen Besitzer mitgebracht hat. Auch ich habe sehr sehr viel Zeit und Geduld aufbringen und Jack ein neues unbeschertes Leben lernen und zeigen müssen. Als ersten Hund kann ich Einsteigern einen „Problemhund“ nicht wirklich empfehlen. Und wenn, dann unbedingt mit fachkundiger Hilfe. Zu oft gibt es sehr viele kleine Baustellen, die es sofort zu beheben gilt und eine klare Führung und Sicherheit nötig ist, die man aufzeigen muss. Ich finde es prima, dass Nala nun ein gutes Leben ohne Gewalt führen und glücklich sein kann. 🙂

    Liebste Grüße,
    Claudi und Jack

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    1. Dein Jack hat nun ja auch ein richtig tolles zu Hause 😍 ich finde es so toll hier immer mehr Menschen kennen zu lernen, die „Gebrauchthunden“ eine zweite Chance geben 💕👏🏻. Als Ersthundebesitzer hätte ich mir das auch niemals zugetraut.

      Lg
      Jasmin

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      1. Oh, vielen lieben Dank für die lieben Worte! 🙂

        Nun, ich finde es auch immer wieder besonders herzerwärmend, wenn Menschen „Second Hand Hunden“, auch wenn ich den Begriff nicht ganz so mag, eine Chance geben. 🙂 Aber ich finde es dabei auch gut, wenn Tiervermittlungen genau darauf schauen wer sich für den Hund interessiert. Besonders bei Hunden mit wirklich hässlichen Vergangenheiten, sollte man schon ein umfassenderes Vorwissen haben, als dass Hunde für’s Geschäft nach draußen müssen.

        Unser Jack wurde in den Kleinanzeigen entdeckt und ich will mir noch heute nicht vorstellen, wie er geworden wäre wenn ihn jemand „unerfahrenes“ übernommen hätte.

        Aber ich kann auch sagen, dass es mir nach wie vor besonders fehlt Jack nicht heranwachsen gesehen zu haben. Irgendwann wird wohl noch ein Welpe bei uns einziehen. 😉

        LG

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  4. Super toll geschrieben! Wir haben uns auch aus diesem Grund für einen Welpen als Ersthund entschieden. Die Welpenzeit war so schön, aber sollte doch nochmal jemand neues bei uns einziehen, könnte ich es mir heute durchaus vorstellen auch einen Erwachsenen Hund zu nehmen. Mittlerweile kennt man im Hunde-Bekanntenkreis schon so viele positive Geschichten, dass wir uns auch dran wagen würden. Natürlich mit dem nötigen Respekt. Auch hat man in der Erziehung viel über sich selbst gelernt, was vorher ja alles nur Theorie war… mal schauen, Mei und ich haben eigentlich den Pakt geschlossen, dass sie uns alle überlebt 😊 von daher…😂 liebe Grüße Ines und Mei

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  5. Hi
    Sehr gut geschrieben, ich bin ja auch immer der Meinung das Tierheim – / Tierschutzhunde auch etwas total tolles an sich haben können. Bei uns war es nur so das es kaum Cavaliere gab im Tierheim und einen Welpen, naja Lio war schon 6 Monate alt ^^, beim wachsen und lernen zu zusehen ist auch eine total schöne Zeit 🙂 Auf jeden Fall werde ich mir später auch irgendwann mal einen Hund aus dem Tierheim/ Tierschutz holen, gerne auch mit „Problemchen“ ;b Ich steh ja eh auf Hunde an denen man noch arbeiten kann ^^.
    Schöne Woche noch 🙂

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  6. Hallo:) der Artikel ist echt schön geschreieven!
    Wir haben in der Familie auch einen Tierheim hund und wir haben sie mit 3/4 Jahren bekommen. ( Beim Alter können wir nur schätzen). Sie ist aus Spanien und war dort ein Strassenhund bis sie dort ins Tierheim kam. Über die Internetseite desTierehims wurden wir dann auf sie Aufmerksam.. Sie ist ein supertoller Hund und ich habe ein so gutes gefühl dabei wenn ich mir denke dass sie ohne uns jetzt noch im Tierheim wäre. Ich kann gut verstehen wenn sich jemand einen Welpen wünscht denn auch ich finde es supersüß wenn ich einen auf der Straße treffe. Aber wenn man sich einmal im Internet umschaut wie viele supertolle Hunde es im Tierheim gibt zerspringt mir das Herz wenn ich daran denke einen Hund vom Züchter aufzunehmen. Ich mache niemamdem einen Vorwurf der einen Welpen zu sich aufnimmt! Aber auch Welpen gibt es in allen Tierheimen. Fals manche vielleicht skeptusch sind einen Tierheimhund aus dem Internet zu adoptueren kann ich nur sagen dass es einfach wichtig ist eine seriöse seite zu finden und die betreiber der seiten sind meist bei telefonischem kontakt sehr aufgeschlossen und beschreiben den hund sehr genau sodass fast kein falsches bild entstehen kann.
    Liebe Grüße Theresa

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  7. Toller Artikel.
    Bei mir war es so, dass ich vor Summer als eigenen Hund schon mehrere Pflegehunde aus Zypern und Rumänien bei mir hatte bis sie vermittelt wurde. Außer einem ganz jungen Welpen , was ja wegen der Ausreisebestimmungen nicht möglich wäre, eigentlich alles dabei.: Jung, alt, groß, klein, gesund, chronisch krank, verträglich, eher unverträglich, ängstlich und selbstbewusst. Vor der Arbeit als Pflegestelle war für mich immer klar, dass der eigene Hund auch aus zweiter Hand stammen sollte. Dann kristalisierte sich für mich allerdings immer deutlicher der Wunsch nach einem Border Collie heraus und ich habe es mir ehrlich gesagt schlichtweg nicht zugetraut einem Border aus dem Ausland, von dem ich eben wenig weiß und was ich weiß nur von Berichten Fremder Leute, ein Zuhause zugeben. Ich habe wirklich lange mit mir gehadert und war immer wieder mit Organisationen in Kontakt, aber am Ende habe ich mich doch für einen Welpen von hier entschieden. Ich habe alle meine Pflegehunde sehr ins Herz geschlossen und es sind wirklich wundervolle Nasen gewesen, aber sie waren eben vorallem eines: Wundertüten. Und bei einem Border Collie war mir das Risiko zu hoch. Eine zeitlang wollte ich dann die Rasse ändern, um eben doch einen Auslandshund aufzunehmen, aber auch das fühlte sich nicht richtig an. Jetzt bin ich mit Summer glücklich und sie ist als souveräner Ersthund eine große Hilfe, wenn ab und an wieder Pflegehunde hier wohnen.

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    1. Tolle Geschichte! Und hut ab, dass du als Pflegestelle fungierst. Das könnte ich niemals. Man schließt die kleinen ja doch ins Herz und dann muss man sie wieder abgeben.
      Und ich finde es gut, dass Du deinem Herzen und Bauch gefolgt bist ☺️.

      Lg

      Jasmin

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