Fotografie · Hundefotografie · Tipps und Tricks

Die Hundefotografie- Tipps und Tricks Teil 2

Vor einiger Zeit habe ich die Beitragsreihe „Tipps und Tricks in der Hundefotografie“ gestartet. Hier stelle ich jedes Mal 3 Tipps zum Thema Fotografie vor. Mittlerweile ist es schon etwas her, dass ich den ersten Teil veröffentlicht habe. In diesem Teil ging es um die Themen Augenhöhe, Störenfriede und Blickrichtung.

Es ist also an der Zeit die Beitragsreihe fortzuführen. Deshalb folgt nun endlich Teil 2. Auch hierbei handelt es sich um Tipps, die jeder ganz einfach anwenden kann und bei denen es nicht darum geht eine hochwertige Kamera zu haben.

 

französische Bulldogge Fotoshooting

 

Tipp 4: Licht und Schatten

Hat euer Hund auf Fotos manchmal auch statt glänzende Augen nur schwarze Löcher, die kaum Ausdruck haben? Oder kennt ihr das, dass der weiße Hund plötzlich nur noch ein weißer strahlender Fleck ist? Mir ging das früher zumindest andauernd so. Ich musste erstmal lernen, dass Fotografieren nicht nur bedeutet ein hübsches Motiv zu suchen und auf den Auslöser zu drücken. Ein Bild steht und fällt vor allem mit dem Licht. Ich dachte anfangs immer ich muss in der prallen Sonne fotografieren, damit das Foto hell genug ist und die Farben leuchten. Aber genau das ist der größte Fehler. Wenn die Sonne besonders hoch steht und ihr euch draußen die Schatten anguckt, stellt ihr fest, dass diese pechschwarz sind. Schaut ihr euch hingegen einmal die Schatten zB. abends an. Dann stellt ihr fest, dass die Schatten viel weicher wirken. Wenn man also mittags fotografiert, fallen auch auf die Augen der Hunde schwarze Schatten und die Augen haben wenig Ausdruck.

 

Bei Sonnenuntergang fotografieren

 

Ihr solltet also möglichst fotografieren, wenn die Sonne tief steht. Was auch hilft, damit die Augen mehr Ausdruck bekommen: Die Sonne sollte hinter euch als Fotograf sein. So scheint sie dem Hund ins Gesicht und das bringt die Augen zum Leuchten.

 

Habt ihr einen schwarzen oder weißen Hund solltet ihr aus einem weiteren Grund nicht mittags fotografieren. Bei weißen Hunden strahlt das Fell dann meistens total und bei schwarzen Hunden ’säuft es ab‘. Das bedeutet, es ist einfach alles schwarz. In beiden Fällen hat der Hund keine Fellstruktur mehr und das sieht auf Fotos nicht gut aus. Auch hier hilft es die Hunde abends oder früh morgens zu fotografieren. Gerade Hunde mit solchen Fellfarben fotografiere ich gerne bei bewölktem Wetter oder im Schatten. Das hilft nämlich auch. Im Sommer gehe ich meistens nicht vor 19h abends fotografieren. Die Sonne scheint lang und steht tagsüber sehr hoch. Im Winter steht die Sonne im Allgemeinen tiefer und man kann eigentlich den ganzen Tag über fotografieren.
Probiert es mal aus und achtet beim Fotografieren mehr auf Licht und Schatten.

 

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weiße und schwarze Hunde sind schwierig zu fotografieren

 

Tipp 5: vom Hintergrund entfernen

Viele fragen mich immer, wie ich es schaffe, dass der Hintergrund auf meinen Fotos so schön verschwimmt. Dafür gibt es mehrere Gründe, die ich unter anderem in dem Beitrag zur manuellen Fotografie erklärt habe. Aber nicht jeder möchte sich mit der manuellen Fotografie beschäftigen oder hat eine Kamera die das kann.

Ihr habt trotzdem eingeschränkte Möglichkeiten, damit der Hintergrund auch bei euch etwas verschwimmt.

Erst einmal ist es wichtig, dass euer Hund weit weg vom Hintergrund ist. Er sollte also nicht direkt vor der Hauswand sitzen.

Je näher ihr selber dann eurem Hund seid, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch bei euch der Hintergrund etwas verschwimmt. Das funktioniert sogar auch mit manchen Handys.

 

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Das Foto habe ich mit meiner Canon 700D gemacht

 

Ihr könnt das einmal testen indem ihr etwas kleines, wie eine Münze in die Hand nehmt. Dann versucht ihr die Münze großflächig aufzunehmen. Der Hintergrund sollte nun unscharf sein.

 

 

Tipp 6 Geräusche machen

Ich komme mir beim Fotografieren von Hunden oft richtig dämlich vor ;). Aber leider kann man einem Hund ja nicht sagen: Guck mal bitte hierher oder guck mal nach rechts.

Deshalb bin ich manchmal selber überrascht, was für eine Geräuschkulisse so ein menschlicher Mund erzeugen kann. Entweder mache ich merkwürdige Töne, damit der Hund zu mir guckt. Oder ein Helfer der links oder rechts von mir steht übernimmt diese Aufgabe, wenn ich möchte, dass der Hund in eine spezielle Richtung guckt.

Was auch helfen kann sind Apps mit Tiergeräuschen oder ihr habt vielleicht selber ein Video aufgenommen, auf dem ein Hund bellt. Solche Geräuschapps kann man auch gut bei Pferden einsetzen, damit diese aufmerksam gucken.

Mag euer Hund Quietschspielzeuge? Dann könntet ihr auch eines mitnehmen und quietschen, damit er aufmerksam schaut.

 

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Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Tipps helfen und wünsche euch natürlich wieder viel Spaß beim Ausprobieren!

12 Kommentare zu „Die Hundefotografie- Tipps und Tricks Teil 2

  1. Ein sehr schöner Beitrag ♡
    Einige Tipps kannte ich bereits aus Instgram, aber es war schön das Ganze nochmal gesammelt zu haben. Deine Fotos sind total toll♥♥♥
    Ganz Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Jasmin,

      ich habe mir jetzt fast alle deine Blogbeitrage durchgelesen und verfolge dich auch schon lange auf Instagram und bin ein absoluter Fan von dir und Bailey😊.
      Ich liebe deine Blogbeiträge zur Fotografie, da ich erst zu Weihnachten eine Kamara bekommen habe muss ich noch viel lernen😊 und so lese ich mir viel über den Manuellen Modus, die Tiefenschärfe, Blende,Verschlusszeit und das ganze drum und dran durch. Deine Blogbeiträge haben mir sehr geholfen und viele Fragen beantwortet😊, denn vorher wusste ich z.B gar nicht wie ich den Hintergrund schärfer kriege oder wie man am besten die Blende, Verschlusszeit und ISO einstellt, damit das Bild immer noch eine gute Qualität hat und man die Fellkuturen eines schwarzen Hundes noch gut erkennt. Mich interessiert sehr, wann du dir die ersten weiteren Objektive gekauft hast, damit meine ich ob du schon sehr gut fotografieren konntest oder du noch unsicher warst und wann du dir dein erstes Fotoprogramm runtergeladen hast. Ich würde mich außerdem freuen, wenn du mal einen Beitrag darüber schreibst, welche „akrobatischen“ Kommandos Bailey kann und wie du sie ihr antrainiert hast, denn das Kommando „festhalten“ will ich meinem Hund auf alle Fälle auch beibringen😊. Ich könnte zwar im Internet nachlesen, doch ich finde ich es allemal schöner zu wissen, wie du ihr es beigebracht hast😏. Mit den Paracordleinen hast du mich auch total angesteckt, nun habe ich schon ein Halsband eine normale Leine und eine Agilityleine😊.

      Einen schönen Abend wünsche ich dir und deiner kleinen Familie noch😊!

      Lg Hannah

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      1. Hallo liebe Hannah,

        Vielen Dank für deinen tollen und langen Kommentar! Da habe ich mich sehr drüber gefreut :).
        Ich freue mich besonders, wenn meine Beiträge zum Thema Fotografie helfen.
        Zu den einzelnen objektiven werde ich auch nochmal blogbeiträge schreiben. Allerdings konnte ich schon etwas Fotografien, als die neuen teureren objektive einzogen. Mit dem 50mm habe ich quasi das Fotografieren gelernt ;).
        Du kannst mal auf dem Blog von Zucker und Zimt Design gucken (einfach bei Google suchen) da habe ich mal einen gastbeitrag geschrieben, wie ich Bailey das posieren vor der Kamera beigebracht habe ☺️.

        Lg
        Jasmin

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  2. Sehr informativ und toll geschrieben ❤ Snapchat funktioniert jetzt wieder bei mir, was bedeutet das ich euch wieder verfolgen kann ^^ leider habe ich den BARF – Start und das Antiködertraining dadurch verpasst, aber naja 🙂 schönen Abend noch ;D

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  3. Ich habe vor 2 Wochen meine Kamera bekommen und fotografiere dank deiner Beiträge seit einem Tag nachdem ich die Kamera habe manuell.
    Ich habe mir alle Beiträge zum Thema Fotografie 3 mal durchgelesen und ich muss sagen, sie haben mir sehr viel geholfen

    Gefällt 1 Person

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