Beschäftigung · Spiel und Spaß

Die Nase ist nicht nur zum Schnüffeln da! Die Ausrollübung lernen.

Neben der körperlichen Auslastung ist auch die Kopfarbeit sehr wichtig für unsere Hunde. Besonders spannend ist es für unsere Fellnasen, wenn wir uns immer mal wieder etwas Neues überlegen.

Genau das habe ich vor ein paar Tagen gemacht und Bailey wurde von mir vor eine ganz neue Aufgabe gestellt.

Ihre Aufgabe hieß: Rolle das Tischset aus!

 

Indoor Beschäftigung für Hunde

Was braucht man?

– ein Tischset, ein Handtuch, eine Decke oder etwas in der Art

– Leckerli

 

Der Aufbau

Legt euren Gegenstand, der ausgerollt werden soll, vor euch auf den Fußboden. Nun ist es euch überlassen, ob ihr euren Hund ins Platz, Sitz oder Bettchen schickt oder ob er direkt dabei sein soll.
Dann legt ihr das Leckerli auf die eine Seite eurer Decke und klappt diese um.

 

 

Der Ablauf

Nun gebt ihr eurem Hund das Startsignal. Bei uns ist es immer das „ok“. Beobachtet wie euer Hund versucht an das Leckerli zu kommen. Klappt er die Decke mit den Nase um und findet so das Leckerli, dann lobt ihn zusätzlich ganz doll. Es kann auch sein, dass er die Pfoten zur Hilfe nimmt, dann haltet ihr die Decke am besten fest.

Euer Hund hat schon ein paar mal das Leckerli aus der umgeklappten Decke geholt? Super, dann geht es nun einen Schritt weiter.
Dieses Mal rollt ihr die Decke komplett auf, aber versteckt immer wieder zwischendrin einzelne Leckerlies. Wenn der Hund die Decke nun aufrollt, bekommt er so immer wieder zwischendrin kleine Belohnungshappen.

Wenn das sicher funktioniert, dann könnt ihr dazu übergehen immer weniger Leckerlies zu verstecken. Ziel ist es, dass die komplette Decke aufgerollt werden muss, damit der Hund ans Ende kommt, um dort seine Belohnung zu erhalten.
Für richtige Profis könnt ihr später die Dinge, die der Hund ausrollen soll immer wieder variieren. Schon einmal versucht eine Klorolle auszurollen?

 

Beschäftigung Hund und Klorolle

 

Wie war es bei uns?

Da Bailey immer sehr übereifrig ist, habe ich sie entweder auf ihr Bett oder ins Platz geschickt. Das Leckerli habe ich dann ans Ende gelegt und das Tischset einmal umgeklappt.

Das Ergebnis war anfangs gar nicht so wie ich mir das gedacht habe! Bailey ist ein Hund, der immer versucht alle Probleme mit den Pfoten zu lösen. Das Ergebnis war eine zerknüllte Decke, die Bailey mit ihren Pfoten malträtierte. Irgendwo plumpste dann das Leckerli raus. So war die Übung natürlich nicht gedacht.

Also ging ich dazu über und hielt links und rechts die umgeklappte Ecke fest. Sobald Bailey statt mit den Pfoten, ihre Nase benutzte half ich anfangs beim Umklappen und lobte sie ganz doll. Nachdem das ein paar mal gut klappte, fing ich an die Decke komplett aufzurollen und mehrere Leckerlies darin zu verstecken.
Wieder hielt ich links und rechts die eingerollte Tischdecke fest. Aber sobald Bailey mit der Nase stupste ließ ich den Griff locker, sodass die Decke aufrollen konnte.

Die Pfoten benutzte Bailey schon bald gar nicht mehr und ganz souverän wurde die kleine beige Decke ausgerollt. Mittlerweile klappt das schon einwandfrei und Bailey erstupst sich fix ihr Leckerli.

Jetzt möchte ich damit anfangen, dass sie auch mal andere Dinge ausrollen soll.

 

 

Habt ihr euren Hund schon einmal etwas ausrollen lassen?

 

13 Kommentare zu „Die Nase ist nicht nur zum Schnüffeln da! Die Ausrollübung lernen.

  1. Hallo
    Das ist eine gute Übung, die ich auch mal machen werde. Da es bestimmt auch bei dieser Übung wichtig ist, dem Hund zu signalisieren, wann Ende ist, wollte ich fragen, wie man dem Hund das beibringt. Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    LG Lena 😊

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Lena, wir sagen immer „Lauf“ wenn wir das Training, tricksen oder sonst etwas beenden. Man kann auch jedes andere Kommando nehmen. Wichtig ist, dass danach wirklich Schluss ist und Clicker, Leckerlies oder womit man auch immer geübt hat wegpackt. Bailey hat das Kommando ganz schnell verstanden und verinnerlicht.

      Lg

      Jasmin

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      1. Danke für die Antwort. Also reicht es schon die Sachen fürs Training wegzuräumen und z. B. „Lauf“ zu sagen, damit der Hund versteht, dass Ende ist ?

        Gefällt 1 Person

      2. Ja genau. Wenn man jedes Mal dann konsequent auch aufhört lernt der Hund ja automatisch, dass nach diesem Kommando vorbei ist 🙂 wir haben das von welpenalter an so gemacht

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  2. Hallo
    Bevor der hund aufstehen darf, sagt ihr
    ja ‚okay‘. Habt ihr bailey erst mal nur z.B. sitz beigebracht, oder das direkt mit okay verknüpft ?

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    1. Erst einmal hatten wir ihr nur Sitz beigebracht. Da war sie Ca 10 Wochen alt. Das ok haben wir allerdings schon ganz bald eingeführt, da ich es wichtig finde, dass der Hund das Kommando so lange ausführt, bis man ihn auflöst und am besten fängt man in kleinen Schritten schon gleich damit an :).

      Lg

      Jasmin

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  3. Was für ein Timing – das Ausrollen habe ich mit Aoki gerade erst vor ein paar Wochen probiert! Ich habe einfach alte T-Shirts und Handtücher verwendet, und ihm hat es unglaublichen Spaß gemacht.
    Anfänglich hatte er noch Schwierigkeiten da er, anstatt zu rollen, versucht hat das Stück Stoff einfach in die Luft zu schmeißen oder zu schütteln, bis es sich entfaltet und das Leckerchen herausfällt 😀 Kleiner Grobmotoriker.
    Als es dann gut geklappt hat, habe ich habe das Ganze, als Steigerung, auch mit zusammengerollten Socken versucht, die ich in der Wohnung versteckt habe.

    Oh, und wie immer: super schöne Fotos! Indoor kriege ich das ja noch schlechter hin als sonst…

    Alles Liebe

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  4. Die machen wir auch immer 🙂 Total genial der Trick, vor allem mit was größeren, wie einem Teppich, oder eben etwas besonders langem, wie die Kloppapierrolle. Und die Papprolle in der Mitte, kann man dann auch wieder verwenden, für ein anderes Spielchen, oder um Leckerlies darin zu verstecken.

    Wir sind auch große Fans von Intelligenzspielzeugen für Hunde geworden und haben mittlerweile eine ganze Sammlung aufgebaut bzw. ein ganzes Fach damit voll 🙂 🙂 🙂

    Prinzipiell kann man seinem Hund auch einfach nicht genug beibringen 😉 Je mehr er zu tun hat und umso besser er beschäftigt wird, je zufriedener ist er auch. Viele rennen immer viel mit ihrem Hund durch die Wälder und vergessen, dass er auch etwas Kopfarbeit machen sollte, um glücklich und zufrieden zu sein.

    Deine Fotos sind übrigens der Wahnsinn. Alleine wegen dem Titelbild habe ich den Blog durchstöbert und bin hängengeblieben 🙂 Gibts irgendwo eine Info zum Kamera-Equipment? Bin bei sowas immer interessiert, weil ich selbst auch langsam mal von der einfachen Digicam umsteigen will.

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    1. Ich bin auch ein totaler Fan, um sich immer wieder was Neues für den Hund auszudenken :). Gerade jetzt in der beginnenden dunklen Jahreszeit.

      Wenn du unter dem Menüpunkt Fotografie schaust, findest du sehr viele Informationen. Auch in Bezug auf die Objektive für meine Kamera :). Ich schreibe dort auch immer dazu, womit ich die Fotos gemacht habe.
      Und vielen Dank für dein Lob zu meinen Fotos!

      Lg

      Jasmin

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