Rasseinformationen · Sheltie

Shelties sind alle gleich besonders

Noch lange, bevor Bailey bei uns einzog traf ich mich mit verschiedenen Sheltiebesitzern, ging auf Ausstellungen und surfte im Internet. Dabei lernte ich recht schnell: Sheltie ist nicht gleich Sheltie.

Allein optisch sehen viele Shelties sehr unterschiedlich aus und auch der Charakter ist bei jedem Sheltie einmalig. Natürlich gibt es einen Rassestandard. Diesem sind wir vor einiger Zeit selber mal auf den Grund gegangen. Ich wollte wissen, wie sehr ist unsere Bailey eigentlich ein Sheltie.

 

Sheltie Welpe und erwachsener Sheltie
Barry und Bailey sind sich optisch schon sehr ähnlich – aber charakterlich vollkommen verschieden

 

Aber plötzlich stellte sich mir noch eine andere Frage. Wie sehr sind andere Shelties eigentlich so, wie sie in Büchern und auf Internetseiten beschrieben werden?

Gibt es eigentlich DEN Sheltie?

Genau um diese Frage zu beantworten, habe ich einige Sheltiefreunde aus ganz Deutschland gefragt, ob sie Lust haben sich einem kleinen Interview zu stellen.

Und was soll ich sagen? Alle die ich gefragt habe, haben „ja“ gesagt! 

Deshalb kann ich euch hier und heute nun 7 Interviews von ganz gleichen und doch so unterschiedlichen Shelties präsentieren. Ich finde es einfach wahnsinnig interessant wie verschieden und doch ähnlich Hunde der gleichen Rasse sind. 

 


 

Ela und Malia

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Sie heißt Malia ist eine 5,5 Monate Hündin in der Farbe dark sable.

 

Fotografen Hund MaliaWie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Ich bin Tierfotografin und habe im Januar 2013 einen Sheltie fotografiert. Ich habe mich direkt in den Rüden Chaim verliebt und war hin und weg von der Rasse, da er so eine ruhige Art hatte und seiner Besitzerin so toll gefolgt ist und so aufmerksam gewirkt hat. In unserem Ort wohnte ebenfalls ein Sheltie und ich war immer hin und weg von seinem Aussehen und Ausstrahlung. Seitdem habe ich viel über Shelties gelesen, viele Bilder von tollen Shelties entdeckt und zufällig Ende 2013 eine Züchterin in meinem Nachbarort kennengelernt. Seitdem stand fest, dass ich von ihr einen Sheltie möchte.

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Momentaner Stand mit 5,5 Monaten: knapp über 4kg und Schulter liegt bei ca 30 cm

 

Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Anfangs hat sie kaum gebellt, mittlerweile bellt sie aus Unsicherheit öfters mal. Sprich wenn ihr in der Wohnung etwas gefährlich vorkommt wie eine Brottüte, wenn jemand in der Wohnung über uns läuft, wenn es an der Türe klingelt… etc

 

Malia.jpeg

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger. Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Absolut Menschenverliebt! Jeder Mensch egal wie groß oder klein, Mann oder Frau wird schwanzwedelnd begrüßt.

 

So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Malia ist definitiv klüger als Ich, so viel steht fest 😉
Sie ist sehr schlau, wir arbeiten gerade daran, dass sie Autos nicht hinterherrennt und nutzen dafür ein Markersignal was sehr gut funktioniert.

 

Sheltiewelpe Hundewelpe

 

Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Leider konnte ich das noch nicht so gut beobachten, da wir nicht gleichzeitig mit Shelties und anderen Hunden unterwegs waren. Außerdem ist Malia sehr verträglich mit anderen Hunden und spielt mit allen gerne.

 

Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Ich hatte die Sorge, dass sie ständig beschäftigt werden möchte und wirklich alles ankläfft. Das mit dem Bellen ist in den letzten Wochen zwar etwas mehr geworden aber noch absolut im Rahmen. Schließlich ist es ein Hund, den man nicht stumm schalten kann und möchte!!
Anfangs war sie sehr aktiv und energiegeladen was auch immer besser wird. von demher bin ich eher positiv überrascht 🙂

 

Vielen Dank liebe Ela!

Ich liebe die Fotos, die Ela von ihrer Malia macht. Wenn ihr noch mehr von den beiden erfahren möchtet, dann solltet ihr unbedingt hier vorbeischauen:

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Laura und Nala

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Nala, “offiziell” Dream of Early Summer Amain May, wurde am 27.05.2013 geboren und ist damit gerade 3 Jahre geworden. Sie ist mit 9 Wochen bei mir und meinem Freund eingezogen und seitdem in unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

 

DSC_9542.JPGWie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Ich war auf der Suche nach einem Hund, der sowohl für das Studentenleben in einer Großstadt, als auch für Agility geeignet ist. Meine Kriterien waren dabei ein möglichst kleiner Hund (in der Studentenwohnung kann man ja so schon froh sein wenn man vom Schreibtisch nicht direkt ins Bett fällt) mit ordentlich Arbeitswillen, der aber trotzdem auch mal zwei Tage faulenzen kann ohne gleich die Wohnung neu zu dekorieren. Eine Freundin, die ich vom Hundesport kannte und selbst zwei Shelties besitzt, hat mich dann auf diese Rasse gebracht. Eigentlich wollte ich ja einen kurzhaarigen Hund, aber da Terrier für mich absolut nicht in Frage kamen, blieb da nicht viel unfelliges übrig. Zwischendurch war auch mal der Spitz im Gespräch, da scheiterte es allerdings am Mangel an guten Züchtern. Da meine Freundin sich sehr für die Sheltiezucht und Linien interessiert, hatte ich zum Glück direkt jemanden an der Hand, der mir bei der Auswahl der richtigen Züchter zur Seite stehen konnte. Leider ist nämlich auch die Sheltiezucht mit diversen Erbkrankheiten belastet.

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Vor oder nach dem baden? Tatsächlich macht das bei ihrem Fell schon einen gewaltigen Unterschied aus und ich wundere mich jedes Mal wie zierlich dieser Hund ist, wenn sie richtig nass ist. Aber Spaß beiseite, offiziell eingemessen wurde sie mit 33,1cm, allerdings schätze ich sie ein wenig größer, sodass sie noch knapp die untere Grenze des Standards für Hündinnen ankratzt. Beim letzten Wiegen brachte sie 4,8kg auf die Waage. Da sie relativ viel Sport macht versuche ich ihr Gewicht möglichst niedrig zu halten, um die Belastung für Knochen und Gelenke zu verringern.

 

IMG_3402.JPGShelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Das ist so ein Punkt vor dem ich tatsächlich Angst hatte, bevor Nala bei mir einzog. Kläffender Hund in einer Mietswohnung? Geht gar nicht! Ich habe also von Anfang an darauf geachtet, dass in der Wohnung nicht gebellt wird und das klappt auch bis heute ganz gut. Ist ja auch nicht so als ob Shelties nicht noch genug andere Lautäußerungen auf Lager hätten. Ich habe noch nie eine Hunderasse erlebt, die so viele Geräusche von sich geben wie Shelties. Von Kanarienvogel bis Brummbär ist da bei uns tatsächlich alles dabei. Draußen kommt dann tatsächlich auch der Belltie zum Vorschein, vor allem beim Agility könnte man ab und zu Ohropax gebrauchen. Aber wenn man so klein ist muss man ja irgendwie auf sich aufmerksam machen.

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger.
Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Definitiv menschenverliebt. Nala ist ja in der Dortmunder Innenstadt groß geworden und stand dort von Anfang an immer im Mittelpunkt. Sie hat sich schon als Welpe von jedem anfassen lassen und war bereits mit wenigen Monaten mit auf Kneipentour. Während ihre Wurfschwester sich nur sehr ungern von Fremden anfassen lässt, freut Nala sich über jeden der ihr auch nur ein kleines bisschen Aufmerksamkeit schenkt, solange es nicht der Tierarzt ist. Immer wieder fasziniert bin ich davon, wie sensibel dieser kleine Hund mit Kindern und Menschen mit Behinderung umgeht und was der Umgang mit ihr bei diesen Menschen bewirken kann. Ich bin wirklich froh, dass Nala so offen und freundlich ist, auch wenn sie mich damit manchmal in peinliche Situationen bringt (es ist doch eher unpraktisch wenn der Hund im vollen Zug erst einmal jeden begrüßen möchte, während man selbst versucht niemanden mit dem Koffer und der Hundebox zu erschlagen).

 

So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Das ist ja auch so ein Thema… So richtig intelligent ist Nala eigentlich nicht. Sie hat auf jeden Fall unfassbar viel Arbeitswillen und Motivation aber logisches und selbstständiges Denken liegt ihr leider überhaupt nicht. Wir sind schon häufig an einfachen Tricks verzweifelt weil sie einfach nicht verstanden hat wofür sie nun genau die Belohnung bekommt. Durch den Sport kenne ich wirklich sehr viele Shelties und ihre Besitzer und die meisten sind der Meinung, dass die kleinen Fellmonster nicht die intelligentesten sind, zumindest wenn man es mit Rassen wie dem Border Collie vergleicht. Shelties denken oft nicht, sondern machen einfach und schauen halt mal was passiert oder sie lassen sich andersrum fünf Mal bitten bevor sie dann tatsächlich in den Slalom gehen (in der Regel begleitet durch hysterisches Bellen und im-Kreis-drehen). Aber auch wenn es mit dem Denken nicht immer ganz so klappt, macht es trotzdem unfassbar viel Spaß mit Nala zu arbeiten, da sie wirklich immer alles tut um zu gefallen und natürlich auch um den Keks zu kriegen.

 

kein Hunderassist sondern Freunde

 

Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Alles Rassisten 😀 Wir begegnen auf Turnieren ja immer vielen Shelties und es ist tatsächlich so, dass die kleinen Engländer sich immer interessanter finden als die anderen Hunde. So richtig erklären kann ich es mir nicht, ich denke es könnte daran liegen, dass Shelties eine spezielle Art zu spielen haben, aber warum sie sich untereinander immer und unbedingt begrüßen müssen weiß ich auch nicht.

 

Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Nala ist der Hund den ich mir immer vorgestellt habe. Damit hatte ich, als ich ich mich für einen Sheltie entschieden habe, überhaupt nicht gerechnet. Ich hatte Sorge, dass mein Hund zurückhaltend ist, wasserscheu, viel zu viel Auslastung braucht und meine Nachbarn mir täglich einen Besuch abstatten weil mein Hund mal wieder ein großes Mitteilungsbedürfnis hat. Das alles ist zum Glück überhaupt nicht der Fall. In anderen Punkten ist Nala aber so richtig typisch Sheltie. So ist sie beispielsweise ein kleines Sensibelchen und kann es überhaupt nicht haben, wenn im Haus eine Tür knallt oder man sich streitet. Auf der anderen Seite kann sie aber auch so richtig den Terrier raushängen lassen und vor allem beim Sport gab es Zeiten in denen ich nicht ohne Pflaster zum Training fahren konnte weil ich regelmäßig einen Sheltie in der Hand hängen hatte. Allgemein hat sich mein Bild vom Sheltie aber über die Jahre auch verändert, vor allem weil man einfach so unfassbar viele Shelties kennenlernt, wenn man erst einmal selbst einen hat. Man sagt ja eigentlich: „Du bekommst nicht den Hund den du dir wünschst, sondern den Hund den du brauchst“. Ich muss sagen mit Nala habe ich beides bekommen und darüber bin ich unfassbar glücklich.

 

Vielen Dank liebe Laura!

Auch Laura und ihre Nala findet ihr im Internet. Gerade auf ihrem Blog gibt es das ein oder andere zum Thema Agility zu lernen.

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Tanja und Clooney

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Meine Scheltiefellnase heißt Clooney, er ist ein Rüde und schon 5 Jahre alt.

 

IMG_0933.jpgWie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Vor 5 Jahren war der Sheltie noch gar kein Trendhund sondern eher sogar recht unbekannt. Mein erster Hund war ein Irish Terrier und ein Jagdhund. Diesen Trieb konnte ich ihm auch nur sehr schwer aberziehen. Von daher war klar, dass der nächste Hund beim Pferd mitlaufen soll und keinen Jagdtrieb haben sollte. Als dann im Reitstall eine Dame mit Sheltie vorbeikam war es um mich geschehen. Sie erzählte über die Rasse (auch dass Shelties gerne bellen) aber für mich stand danach fest: genau so ein Hund soll es sein! Die Größe schien perfekt (wobei die Hündin klein war und ich dachte „etwas größer dürfte der Hund schon sein“) aber mir gefielen die genannten Charaktereigenschaften so gut. Außerdem sollte es ein Hund sein den ich, wenn er älter ist, problemlos auch einmal tragen kann. Er sollte aktiv sein aber auch mit wenig Aktivität einmal zurecht kommen. Also die Anpassungsfähigkeit war mir sehr wichtig. Der erste Besuch zur Information sollte bei einer Züchterin sein und da saß ich dann auch schon mit Clooney (damals hieß er Don Carlos) auf dem Arm und fand es total cool wie entspannt er drauf war. Trotzdem jedoch neugierig und vorwitzig. Da wollte ich dann auch nicht länger warten 🙂 

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Es sollte der größte Hund aus dem Wurf sein. Beim Pferd war mir ein größerer Hund immer lieber. Kleinere Hunde gehen da schnell unter wenn man unterwegs ist oder man verliert sie aus den Augen. Clooney fraß und trank immer im liegen. Da dachte ich „ob das wohl so richtig ist.. Nicht dass er nur träge und langweilig wird..“ Aber genau das Gegenteil trat ein: ich liebe es, dass Clooney 44cm groß ist und 16 kg wiegt. Er ist super sportlich und absolut schlank – kein Gramm zu viel! Natürlich sagt jeder: „du weißt schon dass das kein Sheltie ist“ oder „wen hat man denn da mit reingekreuzt“. Mittlerweile stört mich das gar nicht mehr. Wenn es alle besser wissen.. Ich bin unglaublich froh, dass Clooney über das normale Maß hinaus ist. Für mich hat er die perfekte Größe und ich würde jederzeit wieder einen zu großen Sheltie aufnehmen :). 

 

Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

oh ja das trifft es gut 🙂 Immer hat er das letzte Wort oder kommentiert, wenn ihm etwas nicht passt. Genauso bellt er aber auch wenn er Spaß hat. Daran sehe ich oft, wie glücklich er ist. In manch einer Situation trainieren wir noch, dass es besser kontrollierbar ist. Wenn es beispielsweise klingelt muss er nicht jeden Besuch gleich verbellen 🙂 Gleichzeitg bleiben mir so unliebsame Besucher fern. Hat also definitiv Vorteile 🙂 Beim Pferd hingegen will er so über alles bestimmen. Daran arbeiten wir noch..

 

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger. Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Ich würde sagen weder Menschenscheu noch Menschenverliebt. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend. Da bin ich jedoch froh drum! Ich würde mich auch nicht von jedem anfassen lassen wollen. Er sucht es sich aus wen er mag und wen lieber nicht :). Seinem Rudel gegenüber jedoch ist er absolut Menschenverliebt. Da können es gar nicht genügend seiner Liebsten um sich rum sein die ihn krabbeln und kuscheln 🙂 Das schönste überhaupt wenn er schaut, dass seine Herde zusammen bleibt. 

 

So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Doch so ziemlich! Er weiß vieles besser als ich und ich habe in den 5 Jahren bereits einiges in Sachen Hundeerziehung dazu gelernt. Man muss nicht laut sein, um sich durchzusetzen und genauso muss man zeigen, dass etwas gut gemacht ist oder richtig ist. Der erste Hund war da relativ entspannt und hat es nicht so übel genommen, wenn man dann mal nicht ganz so konsequent war. Clooney hingegen fordert dies sogar von mir ein. Außerdem möchte er gerne Beschäftigung haben, die ihn fordert. Nicht nur langweilige Spaziergänge an den Orten die er in und auswendig kennt. Abwechslung findet er klasse :). Manchmal kennt er seine Grenzen nicht und würde am liebsten nur noch Frisbee spielen. Wenn die Frisbee dann im Wasser verloren geht rennt er am nächsten Tag genau an die Stelle und sucht sich die Frisbee wieder aus dem Wasser. Das merkt er sich besser als ich!

 

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Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Zumindest würde ich sagen sucht er sich genaustens aus mit wem er Zeit verbringen möchte und wer ihn gar nicht interessiert. Viele Hunde interessierten ihn nur als er klein war. Jetzt mit 5 Jahren ist er sehr wählerisch geworden. Das finde ich aber total okay. Ich möchte auch nicht mit jedem quatschen oder Zeit verbringen. Vielleicht guckt er sich das dann auch nur ab :).

 

Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Clooney ist für mich der perfekte Begleiter in meinem Leben und ich möchte ihn wirklich nicht mehr missen. Er passt sich so toll an jede Lebenssituation an, zeigt wenn es ihm gut geht oder wenn ihm etwas fehlt, ist absolut einfühlsam und merkt sofort, wenn es mir mal nicht gut geht, muntert mich dann auf oder freut sich auch einfach nur, ganz viel Zeit mit mir zu verbringen. Er stellt sich nie in den Vordergrund sondern ist glücklich über jede Minute, die ich für ihn habe. Das macht mich dann wiederum sehr glücklich. Wenn ein Tag mal nicht so viel Action beinhaltet ist er nicht schlecht gelaunt und wenn mal ein Tag etwas stressig verläuft habe ich durch ihn immer das Gefühl, ich muss etwas runter fahren. Mir macht das Leben mit ihm viel mehr Freude als zuvor und ich bin froh diese tolle Rasse entdeckt zu haben, als sie noch nicht so bekannt war. Denn ich würde mir einen Hund nie nur aufgrund der Rasse kaufen. Es hätte damals genauso gut ein Australian Shepherd werden können. Der Charakter muss stimmen! Und das habe ich auch erst mit 7 Wochen bei Clooney entschieden. Vorher wollte ich mich nicht festlegen. Denn nur dann kann ein Hund glücklich sein – wenn Mensch und Hund zusammen passen und ein eingespieltes Team werden können 🙂

 

Taustil Hundeleine für Shelties

 

Vielen Dank liebe Tanja!

Tanja stellt übrigens unter der Marke „Taustil“ wundervolle Leinen und Halsbänder her. Es lohnt sich also mal bei ihr vorbeizuschauen:

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Sabrina und Izzie

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Izzie ist eine 4jährige Sheltiehündin überwiegend amerikanischer Linie und mit Stehohren :D.

 

Wie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Ich habe die Shelties das erste Mal auf dem Hundeplatz gesehen. Damals war Harlekin vom Segeberger Forst ein kleiner dark-zobel Sheltierüde in unserer Trainingsgruppe. Von Anfang an fand ich diesen kleinen flinken Fuchs unheimlich süß. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass der Sheltie für mich nicht die Hunderasse Nr. 1 ist, wie für manch andere und der Wunsch auch einen zu haben erst mit der Zeit wuchs. Immer häufiger sah ich unterschiedliche Vertreter der Rasse auf Agility Turnieren und freundete mich mehr und mehr mit den kleinen Plüschkugeln an. Balu, mein älterer Hund, wurde natürlich mit den Jahren älter und irgendwann beginnt man sich dann Gedanken über einen Nachfolger zu machen. Mir war klar, dass ich nach dem Abitur studieren würde und ein Hund die Wohnungssuche nicht gerade erleichtert (Zu dem Zeitpunkt war bereits klar, dass Balu nach 10 Jahren Landleben nicht mehr mit in eine Stadt ziehen muss, sondern seine Rente bei meiner Familie verbringen darf.) Neben den Shelties finde ich Border Collies auch super faszinierend und deshalb wird irgendwann auch definitiv einer bei mir einziehen. Doch zu diesem Zeitpunkt lag der Fokus eher darauf, sich das Leben nicht unnötig schwerer zu machen. Ein Border Collie hat auch wieder eine entsprechende Größe, welche auf potentielle Vermieter abschreckend wirken könnte. Somit wurde immer mehr mit den Shelties geliebäugelt. Ein weiterer Grund pro Sheltie war damals, dass ich Angst hatte während des Studiums nicht mehr so viel Zeit zu haben und ein Border Collie natürlich auch entsprechend ausgelastet gehört. Ich wollte einen Arbeitshund, der dennoch auch entspannt zwei Wochen am Stück unbeschäftigt bleiben kann ohne mir die Tapeten von den Wänden zu holen. Also machte ich mich irgendwann auf die Suche nach Züchtern. Inzwischen hatte ich schon recht viele Vertreter der Rasse gesehen und mich in die schwarz-weißen besonders verliebt, was die Recherche zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig einschränkte. Irgendwann gelang ich über eine andere Züchterwebsite auf die Homepage des Rüdelchens. Mir gefiel die Aufmachung und die Geschichten, die stets mit tollen Bildern unterstützt wurden. Relativ zeitnah wurde auch eine Wurfplanung, der heutige B-Wurf, online gestellt, die mich interessierte. Allerdings fiel dieser kurz vor meiner Abiturprüfung und noch war nicht klar, wohin es mich einmal verschlagen würde. Ich schrieb Tanja trotz dessen einfach mal an, um „auf mich aufmerksam zu machen“ und schilderte ihr in meiner Mail meine Situation. Zu meinem Glück wurde kurz nach dem Fallen der Bs eine weitere Wurfplanung online gestellt, die für mich zeitlich besser passte. Denn inzwischen wusste ich, dass nach der Schule zuerst ein einjähriges Praktikum folgen würde, ich also den Welpen entspannt im Elternhaus großziehen könnte. Es wurde sich also auf diesen Wurf „beworben“ und wie man sieht wurde ich als zukünftige Besitzerin eines kleinen Fellpuschels auserwählt 🙂

 

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So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Izzie ist 36cm und wiegt um die 7kg.

 

Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Izzie ist zum Glück ein sehr ruhiger Vertreter ihrer Rasse, wobei ich dazu sagen muss, dass ich Gekläffe von Beginn an konsequent unterbunden habe. Mich nervt es persönlich ziemlich einen lauten Hund zu haben. Hinzu kommt dass ich in einem Mehrfamilienhaus wohne und meine Nachbarn nicht unnötig provozieren möchte. Somit wird das Bellen, außer beim Agility (und da auch nur, wenn sie selbst dran ist), untersagt. Allerdings reagiert sie im Vergleich zu Hunden anderer Rassen trotzdem noch schneller mit einem Wuff bei gewissen Reizen.

 

schwarz weißer Sheltie

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger. Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Izzie ist irgendwo dazwischen. Als sie ungefähr ein Jahr alt war, konnte sie auf Fremde komplett verzichten und war „Mamakind“ durch und durch. Nun mit der Zeit taut sie immer mehr auf und bei einigen Auserwählten springt auch sofort der Funke über und sie lässt sich sofort ausgiebig streicheln. Andere, die sie schon länger kennt, findet sie hingegen immer noch uninteressant. Woran sie das ausmacht kann ich ehrlich gesagt nicht sagen.

Und Izzie ist bei mir in der Wohnung viiiel zutraulicher als draußen. So lässt sie sich drinnen von so gut wie jedem streicheln und draußen will sie das dann plötzlich wieder nicht haben. Die Tatsache, dass nun Omis in der Nachbarschaft wohnen, die gerne mal ein paar Hundekekse verteilen wirkt sich jedoch in jedem Fall positiv auf Izzies Kontaktfreude aus. Wobei es mich ehrlich gesagt gar nicht stört, dass sie nicht sofort zu jedem Menschen hinrennt. In der Stadt findet nicht jeder Hunde toll und so kann ich sie überall laufen lassen und brauche keine Angst zu haben, dass sie mal wen belästigt, der keine Lust auf oder sogar Angst ­sie hat.

 

So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Die Frage ist wie man Intelligenz definiert. Izzie lernt definitiv schnell neue Tricks und hat auch immer überall Lust zu arbeiten. Aber wenn es darum geht, knifflige Situationen selbst zu lösen ist sie nicht sonderlich kreativ, sondern jault lieber einmal mehr herum. Auch stellt sich die Frage ob es „intelligent“ ist, sich für ein Leckerli zig mal im Kreis zu drehen. Da würde ich Balu (der im Übrigen schon beim zweiten Mal drehen erstmal die Augen verdreht und nach dem dritten Mal böse schimpft, weil es ihm zu blöd wird und dann einfach geht) ehrlich gesagt als intelligenter bezeichnen. Er hinterfragt was er tut. Das macht Izzie gar nicht. Sie hat ein riesiges Vertrauen in mich und macht somit einfach alles (stumpf) mit, was ich mir so ausdenke.

 

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Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Izzie findet alle Rassen außer Shelties klasse 😀 Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie einfach Balu gelauscht hat, der sicher das ein oder andere Mal vor sich hin gemurmelt hat, dass er Shelties (inkl. Izzie) unnötig findet. Zum um die Wette Flitzen ab und an sind sie okay, aber wenn sie wählen könnte, hat sie lieber Schäferhunde, Labradore und vor allem rennende Border Collies als Spielkameraden.

 

Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Doch eigentlich schon. Ich wollte einen robusten kleinen Hund, der Lust hat mit mir etwas zu tun und dessen Welt nicht bereits bei einem bösen Blick zusammenbricht. Sicher sind Shelties sensible Tiere, doch trotzdem bin ich der Meinung, dass sie auch „einstecken“ können müssen. Gerade in Gefahrensituationen tendiert man dazu auch einmal lauter und ernster zu rufen, da ist es wichtig, dass der Hund dies nicht persönlich nimmt.

 

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Vielen Dank liebe Sabrina!

Wenn ihr mehr über Izzie erfahren wollt, dann schaut euch einmal an, was passiert, wenn Izzie ein paar Tage bei uns ist ;).

 


 

Yvonne und Henri

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Unser darksable Flauschfell Sir „Henri“ ist nun 8 Monate alt und ein Rüde.

 

Flauschfell Henri von YvonneWie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Wir haben 9 Jahre nach „unserem“ Hund gesucht. Er sollte mittelgroß, robust, relativ leicht erziehbar und für jeden Spaß zu haben sein. Ein sportlicher, freundlicher, lustiger Kerl, der einen durch den Alltag begleitet und vielleicht noch Lust auf Tricks oder Hundesport hat. Klingt ganz schön anspruchsvoll, nicht wahr? Als Frauchen eines schicksalshaften Tages gutgelaunt aus der Hochschule kam und gerade ihre Masterarbeit abgegeben hatte, lief ein Sheltie an ihr vorbei – sein freundlicher Blick auf Herrchen gerichtet, die Haare wehten elegant im Wind – und sie dachte: „Der könnte es sein.“ (Besonders Herrchen legt viel Wert auf Hunde mit Schnauze.) Auf der internationalen Rassehundeausstellung in Hannover wollten Frauchen und Herrchen sich die Fellnasen schließlich einmal „in echt“ ansehen und waren sofort schockverliebt.

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Henri ist zur Zeit ca. 39 cm groß und bringt flauschige 9.4 KG auf die Waage (mit 7,5 Monaten).

 

Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Ob Henri viel bellt? Jain. Im Vergleich zu einem Terrier eher nicht. Er meldet sich nicht, wenn es an der Tür klingelt oder die Mikrowelle piepst. Die meisten Passanten, die am Garten vorbei gehen oder fahren, werden mittlerweile in Ruhe  gelassen. Auch der Staubsauger ist uninteressant und wird komplett ignoriert. Doch sobald ihm etwas verdächtig vorkommt, wird es gemeldet. Zum Beispiel ein polternder Rollkoffer, der hinter der Hecke entlang gezogen wird… Wenn er spielt, ist er jedoch im wahrsten Sinne des Wortes bellfreudig – er bellt dann aus purer Freude. Auch bei Gewitter wird noch protestiert. Dieser doofe Donner lässt sich aber einfach nicht vertreiben…

 

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Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger. Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Definitiv: Menschenverliebt! Sobald jemand stehen bleibt und Interesse zeigt, wird jede Streicheleinheit mitgenommen. Da wird gewedelt, wie eine Katze um die Beine gestrichen und sich angekuschelt. Fremde Hände streicheln einfach besser. Henri wird aus seiner Sicht der Dinge einfach viel zu wenig gestreichelt…

 

So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Klein, aktiv, intelligent? Da stimmen wir zu. Henri war bisher der absolute Streber in unserer Junghundgruppe. Neue Tricks lernt er im Nu – und auch, wenn sie wochenlang nicht mehr geübt wurden, kann er sich irgendwie daran erinnern. Unsere Intelligenzspielzeuge hat er alle geknackt und wenn ihm langweilig wird, denkt er sich selbst neue Spiele aus. Kein Witz! Er ist da wirklich kreativ…

 

Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Davon hat Henri noch nichts gehört. Er möchte jeden Hund begrüßen und entweder mit ihm kuscheln oder spielen. In der Welpengruppe hat er sich einfach den anderen Hunden angepasst: Rennspiele sind zwar super, aber wenn Raufen angesagt ist, kann er auch das und ist da echt hart im Nehmen. Wir haben noch keinen Hund getroffen, den Henri nicht mochte. Allerdings ist es schon so, dass er bei freier Wahl am Liebsten mit anderen Hütehunden spielt. Es gibt da eine Border Collie-Aussie-Mix-Hündin, die findet er schon ziemlich toll…

 

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Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Herrchen sagt immer wieder wie super zufrieden er mit der Wahl eines Shelties ist und wie perfekt Henri zu uns passt: frech, freundlich, gut gelaunt, kreativ, verspielt, manchmal kuschelig – und ein wenig chaotisch. Ist etwas anders als vorgestellt? Vielleicht hätten wir nicht damit gerechnet, dass er sich so für bewegte Objekte wie Autos und Fahrräder interessieren würde. Dafür hatten wir nach dem Lesen der Ratgeber angenommen, dass er sensibler und reservierter sein würde und waren was das betrifft positiv überrascht. So ein Hund ist echt eine kleine Wundertüte!

 

Vielen Dank liebe Yvonne!

Ich habe Henris Einzug und Entwicklung von Anfang an bei Instagram verfolgt und ich liebe Yvonnes lustige Art zu schreiben sehr.

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Carina und Nala

 

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Unsere kleine Hundefamilie besteht aus Hundepapa Tim, Frauchen Carina und blue- merle Sheltie Hündin Nala (Zuchtname: Kim vom Goldbachmoor). Nala ist am 04.02.2014 geboren und fast 2 ½ Jahre alt. Zu dritt wohnen wir in einer kleinen süßen Terrassenwohnung im schönen Rheinland-Pfalz und erfreuen uns an jedem einzelnen Tag, den wir zusammen verbringen dürfen.

 

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Wie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Das ist eine sehr gute Frage! Die Kategorie Hütehund fasziniert mich schon mein ganzes Leben. Jeder kennt die Filme, Bücher und Geschichten über Lassie, der berühmten Langhaarcollie Hündin und auch mich zieht die hübsche Lassie bereits seit Kindesalter in ihren Bann. Als bei uns die Entscheidung gefallen war, wir möchten einer Hundeschnauze ein Zuhause geben, kaufte ich mir mein allererstes Rassehundebuch: Der Collie von Stella Clark

Schnell wurde jedoch klar, Collies gehören zu den größeren Hunden. Aber können wir als Ersthundebesitzer gleich mit so einem „großen Hund“ umgehen? Oder eher, trauen wir uns das zu? Als Ersthundebesitzer stellt man sich so allerlei Fragen und macht sich über vieles Gedanken, was später einmal im Hundealltag zu reiner Routine, Selbstverständlichkeit oder eben Gewohnheit wird. Meine Schwester war es schließlich, die uns auf die Rasse des Shelties aufmerksam machte. „Es gibt aber doch auch Mini Collies!“, sagte sie damals. Heute wissen wir natürlich, Shelties und Collies sind zwei absolut unterschiedliche Hunderassen. Kurz darauf zog also das zweite Rassehundebuch bei uns ein und zwar eines über die kleinen flauschigen Shelties. Sofort war ich hin und weg von dieser Rasse und sah plötzlich nur noch Shelties! Shelties im Internet, Shelties in Büchern, Shelties beim Spaziergang, Shelties in meinen Träumen. Kurz gesagt, ich konnte an nichts anderes mehr denken. Tim, mein Herzmann, war anfangs nicht ganz so euphorisch, aber direkt nach unserem allerersten Züchterbesuch, wurde auch er gnadenlos befallen…vom Sheltiefieber!

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Nala hat eine Schulterhöhe von 36,5 cm und wiegt etwas zwischen 6,3kg und 6,5kg. Je nachdem wie viel körperliche Auslastung auf unserem Hundeplan steht (z.B. Agility Training) oder welche Art von Leckerliverzehr die Sheltiedame gerade genießen darf.

 

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Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Nala ist definitiv ein kleiner „Belltie“. Das war aber nicht immer so, denn in ihrem ersten Lebensjahr hat sie überhaupt nicht gebellt. Damals fragten wir uns oft, kann dieser Sheltie überhaupt bellen? Als wir in eine andere Wohnung mit Terrasse und Garten umgezogen sind, entdeckte sie plötzlich das Bellen für sich. Andere Umgebung, fremde Mitmenschen, komische Geräusche im Hausflur – all das empfand sie zunächst als störend und seither wird jedes Klingeln an unserer Haustüre lautstark bebellt. Auch draußen auf Spaziergängen pöbelt sie mittlerweile gerne andere Fellnasen an, aber wehe die Fellnasen pöbeln zurück, dann wird sie plötzlich kleinlaut und weicht uns nicht von der Seite. Beim Spielen mit anderen Hunden oder einem Ball hört man sie auch kräftig bellen, wobei wir hier das Spielbellen zulassen und nicht unterbinden. Shelties sind bekannt für das Bellen, ihre Art sich gerne mitzuteilen oder gewisse Dinge lautstark zu kommentieren. Von Anfang an wussten wir worauf wir uns einlassen und können sehr gut damit leben und umgehen. Wir haben einen Sheltie! Wir haben einen Belltie!

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger.
Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

 

Was soll ich sagen? Nala ist unsere kleine „Miss Rühr mich nicht an“ und wir stecken sie auf jeden Fall in die Kategorie Menschenscheu! NICHT-Rudelmitglieder dürfen sich ihr nur vorsichtig nähern, am besten hält man sich an Nalas unsichtbare 1m-Abstandsgrenze, dann ist für den Sheltie alles im grünen Bereich. Wer Nala trotzdem gerne streicheln möchte, muss sich das Streicheln vorher hart erarbeiten – am besten mit Leckerchen! Manch einer schaffte es tatsächlich sich ihre Hundefreundschaft zu verdienen. Ehrlich gesagt bin ich über diese rassetypische Eigenschaft sehr froh, Nala weicht uns zu keiner Zeit von der Seite, lässt uns im Freilauf nicht aus den Augen und würde niemals zu fremden Menschen laufen. Entfernte Rudelmitglieder, wie beispielsweise Eltern oder Geschwister, liebt sie jedoch abgöttisch. Die Freude über ein Widersehen ist jedes Mal groß und von geknuddelt oder gestreichelt werden, kann sie dann nicht genug kriegen.

 

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So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Ich stimme dir zu! Shelties können sich zwar jeder Situation gut anpassen und verschlafen auch gut und gerne mal einige Tage, aber oft unterschätzt man das kleine flauschige Tierchen. Shelties sind wahre Powerpakete und dabei ziemlich intelligent. Nala lernt und versteht schnell die unterschiedlichsten Dinge, ob im Alltag, beim Tricksen oder Training auf dem Hundeplatz. Shelties sind Arbeitstiere, wollen gefordert und beschäftigt werden. Der eine mehr, der andere weniger!

 

Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Haben wir einen rassistischen Sheltie? Ja! Mittlerweile kennen wir unseren Hund sehr gut, wissen wann es ihm gut oder schlecht geht und können die unterschiedlichen Hundestimmungen sehr gut interpretieren. Auf jeden Fall steht fest, Nala spielt und tobt am liebsten mit Shelties. Durch ihre eher schüchterne Art, wird sie mit anderen Hunden nicht immer warm. Oft missfallen ihr die unterschiedlichen Spielweisen anderer Hunde. Zu grob, zu laut oder zu groß sind nämlich Hindernisse, die Nala am Spielen mit anderen Vierbeinern abhalten. Entdeckt Nala jedoch ein anderes Sheltietier wird sofort vor Aufregung gebellt oder gefiept und kräftig in Richtung des anderen Shelties gezogen. Nala kann sich kaum im Zaun halten und findet alle anderen Shelties toll, außer sie sind aus irgendeinem Grund zu grob, wobei das eher Sheltie untypisch ist. Unter Artgenossen ihrer Rasse fühlt sich unser Sheltie am wohlsten. Es gibt fast nie Streit, keine Aggressionen und alle teilen das gleiche Spielverhalten. Jeder Sheltie liebt das Flitzen, zeigen zumindest unsere Erfahrungen und so ist es auch bei Nala. Um die Wette rennen, den anderen Sheltie im Nachlauf „jagen“ und umgekehrt oder einfach mit den Mäulchen ein bisschen raufen. All das kann Nala nur unter Shelties ausleben. In Ausnahmefällen wird Nala auch mit anderen Hunden warm, ausschließlich aber mit kleineren Hunden. Große Hunde findet sie gruselig und nähert sich ihnen nur mit einem gewissen Sicherheitsabstand. Wir freuen uns daher über jede neue Sheltie Bekanntschaft, die wir machen dürfen und sind dankbar für unsere tollen Sheltiewanderungen, die alle 3-4 Monate stattfinden. Nala im Sheltie Paradies, eine never ending Story!

 

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Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse immer vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Mein Sheltie übertrifft alle Erwartungen und ist unser ganz persönliches Goldstück, welches unseren Hundealltag in allen Zeiten bereichert. Auf jeden Fall können wir behaupten, wir haben einen typischen Sheltie. Nala ist haargenau so, wie es in den Rassebüchern beschrieben wird: höflich, reserviert, anpassungsfähig, agil, filigran, intelligent, einfühlsam und vor allen Dingen sensibel!!! Sie reagiert extrem auf meine Stimmungslage und tröstet mich in traurigen Zeiten. Auf ihre ganz besondere Art und Weise! Meistens wird kräftig mit der Pfote gestupst und ordentlich das Gesicht und die Tränchen abgeleckt. Einen tolleren ERSTEN Hund hätten wir uns niemals vorstellen können und die Entscheidung einen Sheltie bei uns aufzunehmen war die Richtige. Der Hundealltag mit Nala ist um einiges einfacher, als anfangs gedacht. Nala verzeiht viele Fehler, stellt unsere Erziehung wenig in Frage und begleitet uns auf Schritt und Tritt, sie ist eben ein waschechter kleiner Sheltie-Schatten.

Der Sheltie – Eine Hunderasse, die perfekt zu uns und unserem Alltag passt. Klein, sensibel, anhänglich und absolut liebenswert!

 

Vielen Dank liebe Carina!

Carina und ich haben uns über Instagram kennen gelernt und obwohl unsere beiden Fellnasen 7 Stunden Autofahrt trennen, schaffen wir es trotzdem immer wieder uns zu treffen und sogar gemeinsam Urlaub zu machen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Und bis dahin schauen wir weiterhin auf folgenden Seiten vorbei:

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Laura und Chili

Erzähl doch einmal kurz etwas über euch. Wie heißt deine Sheltiefellnase, wie alt ist sie und ist sie ein Rüde oder eine Hündin?

Mein kleiner Sheltiemann heißt Chili und ist mittlerweile 13 Monate alt. Er lebt zusammen mit einem zweijährigen Berger Picard Rüden Sirius, mir und meiner Familie auf dem Land.

 

Sheltie und Picard Hütehunde

 

Wie bist du eigentlich auf die Rasse Sheltie gekommen?

Unseren ersten Hund bekamen wir, da war ich elf. Damals schon hat mich das Hunde-Fieber gepackt und ich habe mich für verschiedene Hundesportarten (Dogdance, Agility, Trickdogging…) begeistern können. Daneben habe ich mich natürlich auch damit auseinander gesetzt, welche Rassen für eben dies besonders in Frage kommen. Hängen geblieben bin ich damals schon am Sheltie.

Mit Sirius Einzug gut zehn Jahre später ist dieser Wunsch nach einem sportlichen kleinen Begleiter wieder in mir erwacht und relativ schnell war klar: es soll ein Sheltie sein. Weniger Experte als der Border Collie, anpassungsfähig, eine praktische Größe aber vor allem arbeitsfreudig und aktiv.

 

So nun aber mal Butter bei die Fische (ja so sagt man hier in Hamburg) – wie groß und schwer ist dein Hund?

Chili ist an die 40 cm groß (oder doch 40,5 oder doch nur 39,5? 😉 ) und wiegt im Moment 8,7 Kilo. Ein bisschen zunehmen wird und soll er allerdings noch.

 

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Shelties sagt man im Allgemeinen ja nach, dass sie sehr viel Bellen. Nicht umsonst werden sie auch Bellties genannt. Wie ist das bei euch?

Chili ist, so scheint es mir zumindest, ein relativ ruhiger Sheltie. Er bellt definitiv, aber nicht extrem oder dauerhaft. Fremde oder komische Dinge rund um Haus und Garten werden gemeldet. Manchmal bellt er auch, wenn er sehr aufgeregt ist und sich sehr auf etwas freut (vor dem Gassi oder wenn wir im Agility an die Geräte gehen). Sobald es los geht ist er dann aber wieder ruhig. Auch Zuschauen kann er ohne zu bellen, selbst wenn andere am Kläffen sind, stimmt er nur in den seltensten Fällen mit ein.

 

Von der Reserviertheit, die Shelties an den Tag legen, hört man häufiger. Menschenscheu oder doch Menschenverliebt? Zu welcher Kategorie gehört deine Fellnase denn?

Zweiteres! Fast immer freut er sich über Aufmerksamkeit und er geht offen auf alle Menschen zu und lässt sich gerne durchknuddeln. Ich lasse ihn aber immer selbst entscheiden, es gab auch schon Tage, an denen hatte er keine Lust und das ist auch völlig in Ordnung.

 

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So ein Sheltie ist eine kleine aktive Intelligenzbestie. Oder doch nicht?

Ja definitiv. Chili ist clever, und vor allem recht leicht zu motivieren. Er hat Lust etwas zu tun und überlegt dabei auch schön, was jetzt das Richtige sein könnte. Es können aber auch andere Sachen so spannend sein, dass der kleine Sheltiemann sich nicht konzentrieren mag.

 

Bevor ich mich mit der Rasse Sheltie beschäftigt habe, hatte ich noch nie etwas von rassistischen Hunden gehört. Aber von Shelties hört man das sehr häufig. Wie ist das bei euch?

Da Chili ja mit einer komplett anderen Rasse zusammen lebt – NEIN, ist er nicht! Wie oben schon gesagt, es gibt Umstände bei denen er sich nur schwer konzentrieren kann und die sind fast immer fremde Hunde. Egal welcher Rasse sie angehören (egal, Hauptsache Hündin, oder wenigstens kein unkastrierter Rüde). Auch Rassen die eher grob spielen findet er gut.

 

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Nun noch eine Frage zum Schluss. Ist dein Sheltie so, wie du dir die Rasse vorgestellt hast oder ist etwas komplett anders?

Ja, Chili kommt dem sehr nahe, was ich wollte. Ich wusste, dass es innerhalb der Rasse doch sehr unterschiedliche Exemplare gibt und mir war es wichtig, dass ich einen selbstsicheren, aktiven Hund bekomme. Nur manchmal könnte er etwas weniger Selbstbewusstsein haben und sich mehr an mir orientieren. Und was Krähen angeht muss er noch lernen, dass ein Sheltie eigentlich kaum Jagdtrieb haben soll.

 

Vielen Dank liebe Laura!

Chili gehört in meinen Augen zu den hübschesten Sheltierüden die ich kenne. Er fällt absolut in mein Beuteschema und ich schaue mir unheimlich gern Fotos von ihm an. Wo man überall Fotos von Chili findet?

Genau hier:

Instagram

 


 

Das waren sie nun, die Interviews und ich hoffe, dass ihr sie genauso spannend fandet wie ich. Ich habe auf jeden fall gelernt, dass alle Shelties eines gemeinsam haben: sie wickeln uns Menschen um den Finger und schleichen sich in unsere Herzen.
Und wer nun nicht genug vom Sheltiefieber bekommen kann. Den interessiert bestimmt dieses wundervolle Sheltiebuch.

 

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21 Kommentare zu „Shelties sind alle gleich besonders

  1. Hallo, guten Abend 🙂

    Ein sehr schöner Artikel ist das! Ich habe zumindest schon oft gemerkt, dass vielerorts versucht wird, alle Hunde einer Rasse über einen Kamm zu scheren. Diese „Eigenschaften“ einer Rasse, die dann ausführlich überall verbreitet werden, werden dann von den Meisten so übernommen, besonders von denen, die selber keine solche Rasse haben. Ich denke dabei an so Sachen wie Verfressenheit, Überdrehtheit, Aggressionspotential, usw. Das regt mich wirklich auf, denn jeder Hund hat seinen ganz eigenen Charakter und das ist nicht zu verallgemeinern. Ich meine, klar, gewisse Eigenschaften hat eine bestimmte Rasse natürlich, ist ja auch so gezüchtet. Aber trotzdem ist jeder Hund individuell.
    Das musste ich mal kurz loswerden 😀

    Zumindest scheint da viel Arbeit in dem Artikel zu stecken, hat sich auf jeden Fall gelohnt und es macht echt Spaß, die einzelnen Interviews zu lesen!

    Viele liebe Grüße und einen schönen Abend euch allen!

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen lieben Dank für dein Lob! Die Arbeit hat sich wirklich gelohnt und ich bin total glücklich über die tollen Interviews! Ich finde auch, dass man bereits bei diesen 7 Interviews erkennt wie unterschiedlich die Hunde sind. Ich sage auch immer, dass Bailey nicht ganz typisch Sheltie ist. Zumindest, wenn man sich nur den Rassestandard anguckt ;).

      Lg

      Jasmin

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  2. Ich bin per Zufall auf deinen Blog gestossen und finde ihn sehr interessant und schön aufgebaut! Mein Freund und ich möchten uns gerne nächstes Jahr einen Welpen kaufen. Ich bin aus den gleichen Gründen wie Laura mit Nala auf die Shelties aufmerksam geworden. Ich suche einen eher kleineren, aktiven Hund der auch für Hundesport und Wanderungen geeignet ist, aber keinen Terrier mit starkem Jagdtrieb. Trotzdem sollte er auch mal einen ruhigen Tag ertragen können. „Eigentlich“ hätte ich nach meinen Yorkshire Terrier keinen langhaarigen Hund mehr gewollt. Wäre interessant mal einen Blogeintrag über die Fellpflege zu lesen? Wie viel Zeit man da ungefähr investieren muss?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

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    1. Hallo, ich bin zwar nicht Jasmin, aber die Sheltie Fellpflege ist wahrscheinlich sehr viel einfacher als die von einem Yorki!
      Google mal nach Shelties of Atocha, die haben eine super schöne Seite zur Fellpflege. Oder du folgst mal Carina mit Nala auf Snapchat – die snapt sehr oft bei der Fellpflege und macht das wirklich sehr schön und erklärt super.
      Aber die Frage wird wirklich oft gestellt – da wäre ein Blogeintrag zu dem Thema sicher eine gute Idee für Jasmin 🙂

      Liebe Grüße
      Laura mit Chili

      Gefällt 1 Person

      1. Danke dir liebe Laura für die Antwort! Die Seite hätte ich auch empfohlen.
        Da ich selber noch in der Findungsphase bin, was das Thema Fellpflege angeht, traue ich mir da zur Zeit noch keinen guten Blogbeitrag zu :D.

        Lg

        Jasmin

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  3. Zum Glück sind nicht alle Hunde einer Rasse gleich. Dennoch kann ich aus Erfahrung sagen, das Shelties sehrwohl eine Jagdaffinität haben können. Ich habe hier zwei Exemplare sitzen, die extrem jagdfreudig sind.

    Meine – nunmehr – 8 Jahre alte Hündin jagt Hasen für ihr Leben gern und das kann mehr als nur problematisch werden, denn, obwohl sie sich sehr gut abrufen lässt, bei einem Hasen/Kaninchen ist Schluß mit Lustig. Da ist sie weg und wart nicht mehr gesehen.

    Nur, wenn ich vor ihr das Kaninchen sehe, oder sie noch nicht voll im Jagdfieber ist, kann ich Einfluss auf ihr hinterherrennen nehmen.

    Und mein zweiter Sheltie, ein 10 Monate alter Rüde, jagt massiv Vögel, bevorzugt Tauben und Raben. Auch er ist nicht abrufbar wenn er im Jagdmodus ist.

    Kürzlich, bei der Hitze, war es so schlimm, dass ich echt dachte, der kippt mir tot um. Es war ein großes, abgemähtes Feld „besetzt“ von unzähligen Tauben. Der Zwerg war schneller – im Erblicken der Tauben – als ich. Er rannte los und hinter den wegfliegenden Vogelvieh her. Tja, er rannte und rannte und rannte, mehrere Runde über das riesen Feld.

    Die Tauben schienen einen Heidenspaß am Ganzen zu haben. Sie flogen sehr dicht vor ihm her und dirigierten ihn so immer wieder von mir weg, wenn ich durch Rufen und Pfeifen versuchte, ihn zum Jagdabbruch zu bewegen.

    Von daher, sich einen Hütehund zu kaufen, weil dieser nicht jagt, ist Unwissenheit geschuldet. Der Hüteinstinkt/Trieb ist aus dem Jagdtrieb abgeleitet. Der Main-Drive eines Hundes ist der Jagdinstinkt.

    Abschließend. Meine ersten Hunde waren Collies. Auch sie hatten einen extrem ausgeprägten Jagdtrieb. Bei einem war es so schlimm, dass er ein Reh so hetzte, dass dieses in einen grobmaschigen Weidezaun sprang und sich beim Überschlag das Genick brach.

    Der andere Collie, eine Seele von Tier jagte alles, was nicht schnell genug auf dem Baum war.

    Hütehunde sind fixiert auf Bewegung. Sicherlich der eine mehr, als der andere. Wie immer, alle über einen Kamm zu scheren wäre sträflich. Dennoch … je stärker die Fixierung ausgeprägt, desto schlimmer kann der Jagdtrieb werden.

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    1. Ich kann dir da zustimmen. Ich glaube zwar, dass es einen Unterschied gibt zwischen Jagdtrieb und dem „bewegungsreizen hinterher zu wollen“ aber am Ende kommt es aufs selbe hinaus. Ich glaube die wenigsten Shelties würden eine Fährte aufnehmen und der nachlaufen. Aber wenn etwas vor ihnen ist und sich schnell wegbewegt – dann ab hinterher.
      Ein bisschen wie bei Windhunden.
      Naja, wenn Bailey nass ist, dann sieht sie auch fast aus wie einer 😄.
      Dein Erlebnis mit den Tauben hatten wir vor einem 3/4 Jahr mit Möwen an der Ostsee. Nicht schön!

      Lg

      Jasmin

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  4. @Laura mit Chili: Danke für den Link, ich werde da mal reinschauen.

    @alotmorethenthat: Interessante Erfahrung von dir, danke fürs teilen. Ich bin mir bewusst, dass auch Shelties einen Jagdtrieb haben können. Ich wohne in einem Bergdorf in der Schweiz, d.h. wir haben keine Wälder mit Hasen oder Felder. Höchstens Kühe, Ziegen und Katzen. Auch bei meinem jagdfreudigen Yorkie hatte ich es immer gut im Griff. Beim Wandern muss man sich natürlich noch auf die Murmeltiere achten, aber ich bin mich gewohnt die Augen schön offen zu halten und so lange man den Hund nicht zu weit von sich weg lässt und bei „Gefahr“ den Hund zu sich ruft bevor er das Tier erblickt, sollte man das Problem gut im Griff haben. Ich bin mir also Jagdtrieb gewohnt, möchte aber keine Hunderasse mehr die explizit für die Jagd gezüchtet wurde, und sei es „nur“ für die Rattenjagd wie beim Yorkie.

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  5. Hallo! das ist ja mal ein richtig toller und sehr interessten Blogbeitrag! Vielen Dank hierfür! Ich habe zwar keinen Sheltie ( dafür genug Mischlinge) aber es ist unheimlich interessant wie die Shelties beschrieben werden. Gruss

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  6. Super Beitrag! Für mich besonders interessant zu lesen, da bei mir die Überlegung nach einem Sheltie auch einmal da war. Da wir aber bei einer nicht so passenden Züchterin waren, sind wir dann aber von dieser Rasse abgekommen. Ich finde die Rasse nach wie vor interessant und und finde es nun immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich bzw wie gleich manche Hunderassen sein können. Merke ich auch ganz extrem an meiner Schapendoeshündin Aimée, wenn wir anderer ihrer Rasse treffen. Einfach toll! 🙂

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  7. Sehr interessant zu lesen! Ich habe zwar selbst keinen Sheltie, aber meine Eltern sind stolze Halter eines ganz wunderbaren Rüden.
    Ihn erkenne ich in einigen Interviewpunkten wieder. Er ist 8 Jahre alt, bellt gerne, ist Fremden gegenüber reserviert aber freundlich (zu seiner Familie dafür sehr überschwänglich und liebesbedürftig 😉 ), ein großer Hundefreund (Rassist ist er definitiv nicht, da sind meine beiden Shibas um einiges ’schlimmer‘ *lach*), sehr lernwillig und gehorsam. Ein durch und durch klasse Hund.
    Durch ihn bin ich Sheltiefan geworden 😀

    LG Christine

    Gefällt 1 Person

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