Bildbearbeitung · Fotografie · Lightroom

3 praktische Lightroom-Tipps mit dem Pinselwerkzeug

Schon einmal daran gedacht beim Bearbeiten von Bildern einen Farbstich im Fell zu entfernen oder den Augen eines Hundes mehr Ausdruck zu verleihen?

Vor einiger Zeit habe ich euch bereits erzählt, dass ich meine Fotos alle mit dem Programm Lightroom bearbeite. Lightroom kommt bei jedem von mir gemachten Foto zum Einsatz. Mal bearbeite ich nur ganz wenig und manchmal mache ich etwas mehr.

Heute möchte ich euch drei Tipps mit dem Pinselwerkzeug zeigen, die ich häufig nutze, wenn ich ein Bild etwas mehr bearbeite. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Tipp für euch dabei.

1. Farbstich im Fell entfernen

Je kleiner der Hund und je weißer die Brust, desto eher passiert es, dass sich eine grüne Wiese im hellen Fell wiederspiegelt. Das Ergebnis ist dann ein Hund mit Grünstich. Mir ist das anfangs in meinen Fotos nie aufgefallen, bis mich einmal jemand darauf hingewiesen hat. Seitdem achte ich darauf, einen solchen Grünstich zu entfernen – denn sind wir ehrlich: ohne sieht es einfach besser aus.

 

 

Wie entferne ich einen solchen Farbstich in Lightroom?

Dazu nehme ich immer das Pinselwerkzeug. Wenn ihr die Taste ‚O‘ drückt könnt ihr übrigens ganz genau verfolgen, was ihr mit dem Pinsel in eurem Bild anmalt. Die Funktion finde ich äußerst hilfreich, denn anhand der roten Schattierung sieht man sofort, wenn man den Pinsel etwas zu wild geschwungen hat. Drückt man wieder die Taste ‚O‘, dann werden die Markierungen wieder ausgeblendet. Habt ihr euch vermalt, dann könnt ihr zu viel angemaltes mit gedrückter „Alt-Taste“ wieder entfernen.

 

Maskierung Pinselwerkzeug in Lightroom

 

Ich markiere also alles im Hundefell, was in meinen Augen einen Farbstich hat. Danach setze ich den Regler Sättigung etwas runter. Mit dem Regler müsst ihr etwas vorsichtig umgehen. Denn entfernt man zu viel Sättigung, dann sieht das Fell schnell grau aus. Ist der Farbstich so gut es geht entfernt, hilft es häufig die Belichtung noch etwas zu erhöhen, da das Fell durch die geringe Sättigung etwas dunkler geworden ist.

Ähnlich könnt ihr auch andere Farbstiche in Fotos entfernen. Am besten probiert ihr dann ein wenig aus, was passiert wenn ihr die Sättigung und die Belichtung verändert. Das macht ihr so lange, bis der Farbstich in euren Augen weg ist.

 

Sheltie Welpe und erwachsener Sheltie

 

2. Rauschen entfernen 

Gibt es im Foto dunkle Stellen und es wurde mit einer erhöhten ISO aufgenommen, dann kann es im Foto zu einem Rauschen kommen. Das sogenannte Rauschen erkennt ihr daran, dass dort viele kleine unschöne Punkte / Körner sind, die vor allem auffallen, wenn man etwas an das Bild ran zoomt.

 

rauschen-im-bild

 

Um dieses Rauschen zu entfernen, nehme ich wieder mein Pinselwerkzeug und fange an die Stellen, die besonders stark rauschen zu maskieren. Dabei habe ich eigentlich immer die Funktion aktiviert, dass mir anhand der roten Schattierungen angezeigt wird, was ich alles angemalt habe. (Das ist die Funktion die ihr mit der Taste ‚O‘ aktiviert). Mit dem Pinsel ist es allerdings schwierig ganz exakt zB. Am Hund vorbei zu malen. Denn den möchte man ja gar nicht verändern. Deshalb gibt es die Möglichkeit rechts einen Haken zu setzen bei „Automatisch maskieren.“ Damit erkennt Lightroom Farbunterschiede und man kann viel einfacher den Bereich um den Hund herum maskieren.

 

automatisch-maskieren

 

Leuchtet alles rot, was rauscht? Dann kann der Regler Rauschen nach rechts gezogen werden und das Rauschen ist weg. Das klappt bei mir eigentlich immer ziemlich gut.

 

Rauschen in einem Foto mit Lightroom entfernen

 

Beim Entfernen des Rauschens ist es wichtig, darauf zu achten dass man nur Dinge im Foto maskiert, die im Unscharfen Bereich liegen, da die Rauschentfernung dazu führt, dass das Bild an diesen Stellen an Schärfe verliert. Es macht also keinen Sinn zu versuchen, auf diesem Weg das Rauschen in den Augen eines Hundes zu entfernen. Dadurch werden die Augen viel zu unscharf.

 

Rauschen bei Hundebild entfernt

 

3. Mehr Ausdruck in den Augen

Die größte Bildwirkung erhalten Fotos durch die Augen des Hundes (das selbe gilt natürlich auch für Menschen und alle anderen Tiere). Es macht deshalb häufig Sinn die Augen gesondert zu bearbeiten und ihnen ein wenig mehr Ausdruck zu verleihen. Wieviel man dabei macht, ist natürlich reine Geschmackssache. Bailey zum Beispiel hat schwarze Knopfaugen. Nur ganz selten, wenn ihr die Sonne direkt in die Augen scheint, sieht man eine leichte Struktur. Hier macht es also meistens wenig Sinn exzessiv zu bearbeiten, da es so nur unnatürlich aussehen würde.

 

 

Wenn ich allerdings andere Hunde fotografiere, dann kann ich sagen, dass ich die Augen häufig schon etwas mehr bearbeite.

Dafür nehme ich auch hier wieder mein Pinselwerkzeug und male damit den Bereich der Augen an, den ich verbessern möchte. Nun kann man natürlich wieder munter an den Reglern drehen. Aber ich habe da einen Tipp für euch, der das Ganze etwas schneller macht.

 

erklarung-irisoptimierung

 

In Lightroom gibt es bereits ein paar abgespeicherte Pinsel, die man benutzen kann. Ihr könnt auch selber welche erstellen und sie abspeichern, damit ihr sie für andere Fotos wieder nutzen könnt.  

Für die Augen nehme ich häufig die „Irisoptimierung.“ Dadurch verändern sich die Belichtung, die Klarheit und die Sättigung. Manchmal verändere ich einzelne Regler im Nachhinein noch, aber meistens passt diese Einstellung schon recht gut muss ich sagen.

 

Terrier mit Blume Hundefrühlingsfoto

 

Und das waren sie auch schon, meine 3 Tipps für die Nutzung des Pinsels in Lightroom. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und hoffe, dass für euch etwas Neues dabei war.

9 Kommentare zu „3 praktische Lightroom-Tipps mit dem Pinselwerkzeug

    1. Hi liebe Carlotta, das kann ich allerdings nur bedingt tun. Kleinigkeiten entferne ich mit Lightroom, aber besser klappt das meiner Meinung nach mit Photoshop. Das ist allerdings das einzige wofür ich Photoshop benutze.
      Lg
      Jasmin

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