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Wie man mit einer Lichterkette ein Bokeh zaubert

Wir befinden uns mitten in der dunklen Jahreszeit. Ehrlich gesagt fällt es mir nun schwer Fotos von Bailey zu machen. Ich mag Fotos von Hunden draußen in der Natur sehr gern, aber diese Art der Fotos kommt nun im Winter viel zu kurz. Unter der Woche ist es immer schon dunkel, wenn ich Fotos machen möchte und meine Wochenenden sind in der Vorweihnachtszeit immer sehr vollgestopft. Aber zum Glück kann man mit einigen Hilfsmitteln und ein paar Ideen, wundervolle Fotos von seinem Hund in der eigenen Wohnung machen.

 

Foto vom Hund auf der Couch

 

Bereits letztes Jahr habe ich ein kleines Indoor Weihnachtsshooting gemacht. Etwas ganz ähnliches hatte ich mir dann für diese Tage erneut vorgenommen. Meine Idee war es ein paar hübsche Indoorfotos mit Bailey auf unserer Couch zu machen.

 

Für ein Indoorfotoshooting benutze ich…

Einen Aufsteckblitz

Wenn es draußen dunkel ist und man in der Wohnung oder im Haus das Licht an machen muss, dann reicht dieses Licht meistens nicht aus, um Fotos ohne einen Blitz zu machen. Deshalb habe ich einen Aufsteckblitz, den ich an die Decke richte, was den Vorteil hat, dass man den Hund nicht direkt in die Augen blitzt. Mein Yongnuo Blitz ist ein älteres Modul, aktuell gibt es den Yongnuo YN-560 Mark III Systemblitz*, der auch nicht so viele Batterien verschlingen soll wie meiner ;).

Ein Objektiv mit kurzer Brennweite…

Unsere Wohnung ist recht klein, das bedeutet ich kann nicht so weit weg von Bailey, weshalb ich für Fotos in der Wohnung immer mein
Sigma 30mm f1,4 * benutze. In der Beschreibung des Objektives erkennt ihr bereits, dass die Brennweite mit 30mm recht kurz ist. Wenn ihr nicht wisst, was die Brennweite bedeutet, könnt ihr das in meinem Beitrag zur „manuellen Fotografie“ nachlesen.

Leckerlies…

Die sind nicht nur eine Belohnung und Motivation für Bailey. Ich nutze sie auch häufig, damit sie in eine bestimmte Richtung guckt. Einfach das Leckerlie dorthin legen oder halten und schon guckt der Hund dorthin.

Schnick Schnack…

Gerade auf schlichten Fotos in der Wohnung machen sich kleine Accessoires häufig sehr gut und lockern das Bild etwas auf. Für dieses Shooting habe ich teilweise einen kleinen Teddy zur Hilfe genommen.

 

img_9726
unsere Fotokulisse

 


Den besonderen Flair bekommt ihr durch eine Lichterkette.

 

Weihnachten steht vor der Tür und Lichterketten verbreiten immer eine gemütliche Stimmung. Ich wollte meine Lichterkette*, vor allem dafür nutzen, damit auf meinen Fotos ein hübsches Bokeh zu sehen ist. Ich liebe Fotos sehr, auf denen diese hübschen Kreise im Hintergrund sind.
Damit ihr diesen tollen Effekt hinbekommt, muss euer Hund möglichst weit weg von der Lichterkette sein. Je weiter hinten die Lichterkette und je weiter vorne der Hund ist, desto deutlicher wird das Bokeh und die Kabel der Kette verschwinden. Was mir dabei aufgefallen ist, eine etwas größere Lichterkette mit größeren Lämpchen hätte ganz bestimmt noch besser ausgesehen.
Was allerdings besonders wichtig ist, damit ein hübsches Bokeh entsteht, dass ihr mit einer möglichst kleinen Blendenzahl fotografiert. Ich nehme meistens eine Blende zwischen F 1.6 – 2.0.

 

wie macht man Bokeh in der Wohnung

 

Achtung: Nur mit einem lichtstarken Objektiv könnt ihr eine solche Blendenzahl einstellen. Mehr über das Thema Blende habe ich ausführlich hier erklärt.
Wie weit sich eure Blende öffnen lässt, steht übrigens immer auf eurem Objektiv. Steht dort beispielsweise ein Wert von 3.5 – 5.6, dann ist die kleinste mögliche Blendenzahl 3.5. Die 3.5 erreicht ihr, wenn ihr die kürzeste Brennweite eures Objektives nutzt.

 

Gemeinsames Weihnachtsfoto mit Hund
Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß dabei, ein paar schöne Fotos von euren Vierbeinern, Kindern oder Kuscheltieren zu machen. Ich werde die nächsten Tage sicherlich noch häufiger die Lichterkette hervorholen.

* hierbei handelt es sich um einen Affiliate Link

15 Kommentare zu „Wie man mit einer Lichterkette ein Bokeh zaubert

  1. Sehr schön erklärt! Ich hab mal eine Frage zum Blitzen – stört das Bailey nicht? Ich persönlich kneife bei sowas immer die Augen zu und fotografiere auch meine Hunde deshalb „nur“ mit zwei großen Softboxen. Blitzen wäre natürlich wesentlich einfacher, als diese zwei riesen Geräte immer auf- und abzubauen…
    Das Weihnachtsbild von euch beiden finde ich übrigens sehr sehr schön! ❤ Wird Zeit, dass wir auch mal unsere Weihnachtsfotos machen.

    Liebe Grüße
    Alina & die Aussiemädchen

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für die tolle Erklärung😊 das mit der zu kleinen Wohnung kenn ich😓 was echt richtig nervig ist bei mir hatte ich sogar noch weniger Platz somit konnte das Bokeh nicht so schön groß werden weil Sloan somit direkt vor der Lichterkette sitzen/liegen musste aber an sich sind sie eigentlich ganz gut geworden für die ersten Indoorfotos😊
    Lg Anni mit Dr Sloan

    Gefällt 1 Person

  3. Sehr schöner Beitrag und total süße Fotos! 🙂 Wir haben uns letztens auch einmal daran versucht. Leider gab es da diesen Beitrag noch nicht, sonst hätte das ganze bestimmt nicht sooooo lange gedauert.. und es hätte weniger missglückte Fotos gegeben. 😀 Der Aufsteckblitz ist wirklich ein guter Tipp. Leider fehlt er mir noch, aber bei der nächsten Gelegenheit werde ich mir wohl auch einen zulegen.
    Liebste Grüße,
    Chrissey & Kaya

    Gefällt 1 Person

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