Fotografie · Hundefotografie · Objektiv

Mein Lieblings Indoorobjektiv – Sigma 30mm 1.4 DC HSM / Art

Was wäre ein richtiger Hobbyfotograf ohne Herausforderungen und ohne neue Objektive? Das letzte Objektiv, dass ich mir angeschafft habe, hat mich definitiv einige Nerven gekostet und mir dennoch wundervolle Fotos beschert.

Als das Sigma 30mm f1,4 DC HSM / Art* bei mir einzog, besaß ich bereits zwei Objektive. Beide habe ich euch schon einmal vorgestellt. Zum einen das Canon 50mm 1.8 und das Canon 100mm 2.0 . Jetzt wird sich der ein oder andere von euch Fragen, warum also schon wieder ein neues Objektiv? Reichen nicht zwei?

Für die meisten Fotoideen reichten meine beiden Objektive tatsächlich. Allerdings gab es eine Location, bei der ich mit den bisherigen Objektiven einfach ständig an meine Grenzen stieß. Diese besondere, außergewöhnliche und doch so wichtige Location war:

unsere Wohnung!

Wir haben eine kleine 68qm Wohnung. Ihr könnt euch vorstellen, dass unser Wohnzimmer nicht besonders groß ist, sodass ich selbst mit der Brennweite von 50mm zu weit weg von meinem kleinen Model Bailey musste. Fotos in der Wohnung gestalteten sich deshalb sehr schwierig. Das Problem dabei ist, dass man gerade im Winter durch die dunkle Jahreszeit kaum dazu kommt draußen in der Natur Bilder zu machen. Deshalb kaufte ich mir im Dezember 2015 das Sigma 30mm f1,4 DC HSM / Art* und ich habe den Kauf bis heute nicht bereut.
Auch wenn ich es ehrlicherweise zu Beginn beinahe getan hätte, aber davon berichte ich euch später noch.

 

IMG_1758
ein Foto mit dem Sigma Objektiv
Meine Objektivwahl

Ich war auf der Suche nach einem Objektiv mit geringerer Brennweite, was nicht zu teuer sein sollte und die Bildqualität musste mich auch noch überzeugen.  Während meiner Suche fragte ich einige befreundete Fotografen und las in einem Tierfotografieforum. Nachdem ich einige Beispielbilder gesehen hatte, stand für mich fest: Das Objektiv soll es sein!

 

zwei Hunde fotografieren
auch zwei Hunde in der Wohnung sind kein Problem
Meine Erfahrung

So zog das erste Sigma Objektiv meines Lebens bei mir ein. Ich war unheimlich aufgeregt und packte den Karton direkt aus. Noch am selben Abend, wollte ich einige Testfotos machen. Ich schnappte mir also meinen Aufsteckblitz, den ich meistens für meine Indoorshootings benutze und knipste was das Zeug hielt. Aus jedem erdenklichen Winkel lichtete ich Bailey ab. Mit prüfendem Blick sah ich immer wieder auf die Ergebnisse, die mir meine Kamera präsentierte und Ernüchterung machte sich breit.

Der Fokus lag nie auf den Augen. Einfach nie!

Wäre er bei einigen Fotos verrutscht, dann hätte ich es wohl auf mein fotografisches „nicht“können geschoben, aber so? Da konnte doch etwas nicht stimmen.

Und genau so war es auch. Schon bald erfuhr ich, dass gerade Objektive von Sigma zu einem Fehlfokus neigen. Mein Objektiv hatte einen sogenannten Frontfokus. Der Fokus lag nämlich immer zu weit vorne – auf Baileys Nase.

So viel also zu meinen Fotofreuden. Ich schickte das Objektiv zurück und hoffte, dass das nächste einen vernünftigen Fokus haben würde. Ein paar Tage später trudelte Objektiv Nummer 2 bei mir ein und mit einem etwas mulmigen Gefühl machte ich erneute Testbilder. Und dieses Mal rutschte der Fokus nicht jedes Mal auf die Nase! Er saß zwar auch nicht immer knackscharf auf den Augen, aber immer öfter 😉

Das Objektiv durfte also bleiben und ich nutze es nun bereits seit einem Jahr. Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Fokus nicht auch bei diesem Exemplar ein wenig nach vorne rutscht. Aber da das nicht bei jedem Bild der Fall ist, könnte es auch an mir liegen. Mittlerweile habe ich mit dem Sigma Objektiv auf alle Fälle schon viele tolle Fotoideen umsetzen können.

 

schlafenden Hund fotografieren
Sigma 30mm 1.4 Bilddaten: F 2, 1/320, ISO400, 30mm
Wofür benutze ich das Objektiv?

Ich sag mal so – zu 80% nutze ich das Objektiv in der Wohnung. Dafür hatte ich es auch ursprünglich gekauft. Aber manchmal nehme ich es auch mit nach draußen. Es hat seinen Vorteil nicht so weit von seinem Model weg zu müssen, dass muss ich zugeben ;).

Außerdem kann man es bis auf die Blendenzahl 1.4 öffnen, was ideal bei grauem und dunklem Schmuddelwetter ist.

 

Hunde im Garten fotografieren
Sigma 30mm 1.4 Bilddaten: F 2.2, 1/640, ISO400, 30mm,
Vor- und Nachteile

Vorteile:

–               handliche Größe

–               es war eine Gegenlichtblende dabei

–               hochwertige Verarbeitung

–               durch die kurze Brennweite, braucht man nicht weit vom Model entfernt zu sein

 

Nachteile

–       chromatische Aberrationen

–       man muss aufpassen, dass man kein Objektiv mit einem Fehlfokus erwischt.

 

kreative Fotos mit Hund

 

Kaufempfehlung

Wenn man aufpasst, dass man kein Objektiv mit einem Fehlfokus erhält, macht diese Linse wirklich Spaß. Ich glaube meine kreativsten Bilder habe ich gemeinsam mit Bailey und diesem Objektiv umsetzen können. Es darf in meiner Sammlung auf jeden Fall nicht mehr fehlen.

 

*hierbei handelt es sich um einen Affiliate Link

 

 

 

4 Kommentare zu „Mein Lieblings Indoorobjektiv – Sigma 30mm 1.4 DC HSM / Art

  1. Hallo 🙂

    Ich habe ebenfalls das Objektiv gekauft und habe heute die ersten Testfotos gemacht. Aufgrund der Bewertungen war ich zunächst etwas skeptisch, ob ich es wagen soll… Ich muss sagen, einige Fotos sahen schon toll aus, aber ich hatte auch das Gefühl, dass bei manchen Fotos die Nase meines Hundes sehr scharf war, obwohl ich den Fokus-Punkt auf die Augen gesetzt hatte. Hast du einen Tipp, wie ich das genau prüfen kann, ob ich nun ein „Montags-Objektiv“ hab oder ob ich das Objektiv einfach noch nicht richtig verwendet habe?

    Liebe Grüße und danke schön 🙂

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  2. Hallo, ich habe auch gerade online zugeschlagen und mir dieses Objektiv gegönnt, da ich schon das 50mm Art aus der Serie habe. Zu deinem Focusproblem kann ich nur sagen, dass du nicht genug recherchiert hast. Es ist üblich, dass gerade sehr lichtstarke Objektive Abweichungen zeigen. Du kannst aber an den meisten Kameras ausgleichen. Mach einen fokustest mit einem schräg an die Wand gestellten lineal, stelle senkrecht an die linialkante ein Buch. Etwa mittig des linials. Fokussiere auf die Kante wo lineal und Buch sich treffen, bei Blende 1.4 mit Stativ, völlig gerade Richtung von der Höhe her und von links/rechts. Nimm das mittlere fokusfeld. Leuchte gut aus. Jetzt siehst du ob die mm-striche bei der Kante scharf sind, oder ob ein Front oder backfocus vorliegt. Nun kannst du im kameramenü zu diesem Objektiv Korrekturen anlegen und den Fokus Manuel vor oder zurück legen. Bis die Kante scharf ist, zukünftig erkennt die Kamera deine Einstellungen und fokussiert richtig wenn du das Objektiv nutzt.

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